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Chinesische Kräutermischung: Weidinger W21 — Unten ausleiten
Mischung nach Dr. med. Georg Weidinger aus seinem Buch „Die Chinesische Hausapotheke“ (erschienen im Goldmann Verlag), Buch Seite 528. (Buch bei Amazon online bestellen).
Hinweis zum Produktnamen:
„Unten ausleiten“ verweist auf den unteren der drei „Erwärmer“ der chinesischen Lehre — die Region von Blase und Darm.
„Ausleiten“ ist ein Fachbegriff der Materia Medica für eine ganze Kräuterkategorie, die die Tradition der Feuchtigkeit gegenüberstellt.
W21 trägt den Namen, weil seine Zutaten überwiegend dieser Kategorie zugeordnet werden.
»Steht das Wasser im Feld, gräbt der Bauer keinen Berg ab — er öffnet den Ablauf.«
So beschreibt die Lehre der TCM den Umgang mit Feuchtigkeit. Diesem Ablauf widmet die Tradition Wu Ling San — die Rezeptur, der W21 folgt.
WAS MACHT W21 BESONDERS?
Das Gerüst: Die „fünf Ling“
Im Kern steht Wu Ling San, das „Fünf–Ling–Pulver“ aus dem Shang Han Lun (um das Jahr 200): Poria (Fu Ling), Eichhase (Zhu Ling), Froschlöffel (Ze Xie), Atractylodes (Bai Zhu) und Zimtzweig (Gui Zhi). Alle fünf stehen auch in W21.
Die Erweiterung: Zwei kühlende Akzente
Dr. Weidinger ergänzt das klassische Gerüst um Korkbaumrinde (Huang Bai) und Löwenzahn (Pu Gong Ying) — zwei Zutaten, die die Tradition den kühlenden Kategorien zuordnet.
In der Systematik der TCM ist Wu Ling San die klassische Rezeptur der Feuchtigkeits–Muster des unteren Erwärmers.
Sieben Zutaten wie ein geöffnetes Wehr — sie leiten ab, statt zu stauen.
DIE KRÄUTER DIESER REZEPTUR
Klassische TCM–Rezepturen sind aufgebaut wie ein Hofstaat: Kaiser, Minister, Assistent und Bote — jede Zutat hat eine definierte Rolle im Gefüge:
Wasserwegereich | Ze Xie (Alismatis Rhizoma): 20%
KAISERKRAUT
Der Wurzelknollen des Gewöhnlichen Froschlöffels Alisma orientale — einer Sumpfpflanze, die in überschwemmten Feldern und an Teichrändern Ostasiens wächst.
Kiefernschwamm | Fu Ling (Poriae Cocos Sclerotium): 18%
MINISTERKRAUT
Kein Kraut, sondern ein Pilz: Fu Ling ist das unterirdische Geflecht (Sklerotium) des Kiefernschwamms, der an den Wurzeln alter Kiefern wächst — ein Schatz, den Sammler früher mit Sonden im Waldboden aufspürten.
Eichhase–Pilz | Zhu Ling (Polyporus): 18%
MINISTERKRAUT
Das Sklerotium des Pilzes Polyporus umbellatus — im Deutschen „Eichhase“ genannt, weil sein vielhütiger Fruchtkörper am Fuß alter Laubbäume wächst. Genutzt wird das knollige unterirdische Geflecht.
Weißer Atractylodes | Bai Zhu (Atractylodis Macrocephalae Rhizoma): 18%
ASSISTENZKRAUT
Der Wurzelstock des Korbblütlers Atractylodes macrocephala wird vor allem in den ostchinesischen Provinzen kultiviert — die Ware aus Zhejiang genießt traditionell den besten Ruf.
Löwenzahn | Pu Gong Ying (Taraxaci Herba): 10%
ASSISTENZKRAUT
Der Mongolische Löwenzahn Taraxacum mongolicum — botanisch kaum vom heimischen Wiesen–Löwenzahn zu unterscheiden und in der chinesischen Materia Medica seit weit über tausend Jahren dokumentiert.
Korkbaumrinde | Huang Bai (Phellodendri Cortex): 8%
ASSISTENZKRAUT
Die goldgelbe Innenrinde des Amur–Korkbaums Phellodendron amurense aus den Wäldern Nordostchinas. „Huang“ (gelb) verweist auf die leuchtende Farbe der frisch geschälten Rinde.
Zimtzweige | Gui Zhi (Cinnamomi Ramulus): 8%
BOTENKRAUT
Die jungen Zweigspitzen des Zimtbaums Cinnamomum cassia aus Südchina. Während die Rinde als Gewürz weltberühmt wurde, verwendet die chinesische Tradition auch die feinen Zweige — geschnitten im Frühjahr, wenn sie am aromatischsten sind.
Zutaten:
| Pinyin | Lateinische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Prozent % | 6 Tabs (3 g) |
| Bai Zhu | Rhizoma Atractylodis Macrocephalae | Wurzel des Erdsprosses | 18,0 | 0,54 |
| Fu Ling | Sclerotium Poriae Cocos | Kokospilz, Kiefernschwamm | 18,0 | 0,54 |
| Gui Zhi | Ramulus Cinnamomi Cassiae | Cassia-Zimtzweige | 8,0 | 0,24 |
| Huang Bai | Cx. Phellodendri | Korkbaumrinde | 8,0 | 0,24 |
| Pu Gong Ying | Hb. Taraxaci | Mongolisches Löwenzahnkraut | 10,0 | 0,3 |
| Ze Xie | Rhizoma Alismatis Orientalis | Gewöhnlicher Froschlöffel | 20,0 | 0,6 |
| Zhu Ling | Sclerotium Polypori Umbellati | Eichhase | 18,0 | 0,54 |
💊 TCM–Kräuter richtig einnehmen
Traditionelle chinesische Kräutermischungen bestehen aus mehreren Pflanzen, die nach den Prinzipien der TCM kombiniert werden. In der traditionellen Anwendung werden sie über einen längeren Zeitraum und über den Tag verteilt eingenommen.
Allgemeine Verzehrempfehlung (sofern auf der jeweiligen Produktseite nicht anders angegeben):
✓ Empfohlene tägliche Verzehrsmenge: 2–3 x täglich 2–4 Presslinge
✓ Dauer: 80 bis 120 Tage
✓ Einnahme: Mit mindestens 0,2 l warmem Wasser, 30 Min. vor oder nach dem Essen
Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur lagern. Schwangeren und stillenden Frauen empfehlen wir, vor dem Verzehr ärztlichen Rat einzuholen.
TCM Kräuter: 100% geprüfte Qualität
Alle konzentrierten Pulver oder Granulate, mit denen unsere Kräutermischungen hergestellt werden, sind qualitativ zertifiziert. Das bedeutet, dass jede Pflanze zuvor von einem GMP Labor in Deutschland getestet wird. Erst wenn die Qualitätsansprüche erreicht sind, wird eine Pflanze für die Produktion freigegeben.

























