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So, jetzt wieder zurück zur Beschreibung der Kräutermischung.
Chinesische Kräutermischung: Weidinger W10 — Trockener entspannter Oberbauch
Mischung nach Dr. med. Georg Weidinger aus seinem Buch „Die Chinesische Hausapotheke“ (erschienen im Goldmann Verlag), Buch Seite 455. (Buch bei Amazon online bestellen).
Hinweis zum Produktnamen:
„Trockener entspannter Oberbauch“ klingt ungewohnt direkt — dahinter steht das Vokabular der Lehre: „Trocknen“ ist in der Materia Medica eine klassische Kategorie für Kräuter, die die Tradition der Feuchtigkeit gegenüberstellt, und der Oberbauch ist die Heimat der „Mitte“.
W10 trägt diesen Namen, weil die Rezeptur, der es folgt, in der chinesischen Tradition der feuchten Mitte gewidmet ist.
»Liegt Nebel über dem Feld, wartet der Bauer nicht auf Regen — er wartet auf Sonne und Wind.«
So illustriert die Lehre der TCM den Umgang mit Feuchtigkeit in der Mitte. Diesem Sonnenwind widmet die Tradition Ping Wei San — die Rezeptur, der W10 folgt.
WAS MACHT W10 BESONDERS?
Das Original: Ein Song–Klassiker der Mitte
Ping Wei San — wörtlich „das Pulver, das den Magen ebnet“ — stammt wie Si Jun Zi Tang aus dem kaiserlichen Rezepturbuch „Taiping Huimin Heji Ju Fang“ der Song–Dynastie (um 1107). Der Name spricht die Bildsprache einer Verwaltung: ebnen, glätten, in geregelte Bahnen bringen.
Die Modifikation: Eine Frucht wie eine Skulptur
Dr. Weidinger ergänzt das Original um Fo Shou, die Buddhafinger–Zitrone — eine bizarre, fingerförmig gespaltene Zitrusfrucht, die in China seit Jahrhunderten als Glückssymbol verschenkt wird — und um die Jujube.
In der Systematik der TCM ist Ping Wei San die klassische Rezeptur des Musters Feuchtigkeit in Milz und Magen (die „feuchte Mitte“).
Erst die Sonne, dann der Pflug — Landwirtschaft im Kleinen.
DIE KRÄUTER DIESER REZEPTUR
Klassische TCM–Rezepturen sind aufgebaut wie ein Hofstaat: Kaiser, Minister, Assistent und Bote — jede Zutat hat eine definierte Rolle im Gefüge:
Atractylodes–Rhizom | Cang Zhu (Atractylodis Rhizoma): 31%
KAISERKRAUT
Der dunkle, harzreiche Wurzelstock von Atractylodes lancea — der „graue“ Bruder des Weißen Atractylodes (Bai Zhu). Beim Anschneiden zeigen sich die charakteristischen zinnoberroten Harzpunkte, an denen Kenner die Qualität ablesen.
Magnolienrinde | Hou Po (Magnoliae Cortex): 24%
MINISTERKRAUT
Die aromatische Rinde der Magnolie Magnolia officinalis aus den Bergwäldern Süd– und Westchinas — die Bäume brauchen rund zwanzig Jahre, ehe ihre dicke Rinde geerntet werden kann.
Mandarinenschale | Chen Pi (Citri Reticulatae Pericarpium): 18%
ASSISTENZKRAUT
Die gereifte Schale der Mandarine Citrus reticulata — „Chen“ bedeutet „gealtert“: Je länger die Schale lagert, desto höher wird sie geschätzt; Spitzenqualitäten aus Xinhui reifen jahrzehntelang wie guter Wein.
Buddhafinger–Zitrone | Fo Shou (Citri Sarcodactylis Fructus): 15%
ASSISTENZKRAUT
Die Buddhafinger–Zitrone Citrus medica var. sarcodactylis — eine bizarre, in „Finger“ gespaltene Zitrusfrucht, die in China als Glückssymbol verschenkt und als Duftfrucht in Schalen ausgelegt wird.
Honig–Süßholzwurzel | Zhi Gan Cao (Glycyrrhizae Radix praeparata): 6%
BOTENKRAUT
Die in Honig geröstete Ural–Süßholzwurzel (Glycyrrhiza uralensis) — „Zhi“ bezeichnet genau diese Honig–Röstung. Süßholz ist die wohl am häufigsten eingesetzte Zutat der gesamten chinesischen Rezepturtradition: Dem Botenkraut fällt die Aufgabe zu, alle Zutaten zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Chinesische Jujube | Da Zao (Jujubae Fructus): 6%
BOTENKRAUT
Die Chinesische Jujube (Ziziphus jujuba), auch „Rote Dattel“ genannt, ist in China Obst, Süßigkeit und Rezeptur–Zutat zugleich — kaum eine Küche des Nordens kommt ohne sie aus.
Zutaten:
| Pinyin | Lateinische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Prozent % | 6 Tabs (3 g) |
| Cang Zhu | Rhizoma Atractylodis | Atractylodes-Wurzel | 31,0 | 0,93 |
| Chen Pi | Pericarpium Citri Reticulatae | Mandarinenschale | 18,0 | 0,54 |
| Da Zao | Fructus Zizyphi Jujubae | Chinesische Dattelfrüchte | 6,0 | 0,18 |
| Fo Shou | Citrus Sacrodactylus | Götterfingerfrucht, Buddhahand-Frucht, Fingerzitrone | 15,0 | 0,45 |
| Hou Po | Cortex Magnoliae Officinalis | Magnolienrinde | 24,0 | 0,72 |
| Zhi Gan Cao | Radix Glycyrrhizae Uralensis | Ural-Süßholzwurzel | 6,0 | 0,18 |
💊 TCM–Kräuter richtig einnehmen
Traditionelle chinesische Kräutermischungen bestehen aus mehreren Pflanzen, die nach den Prinzipien der TCM kombiniert werden. In der traditionellen Anwendung werden sie über einen längeren Zeitraum und über den Tag verteilt eingenommen.
Allgemeine Verzehrempfehlung (sofern auf der jeweiligen Produktseite nicht anders angegeben):
✓ Empfohlene tägliche Verzehrsmenge: 2–3 x täglich 2–4 Presslinge
✓ Dauer: 80 bis 120 Tage
✓ Einnahme: Mit mindestens 0,2 l warmem Wasser, 30 Min. vor oder nach dem Essen
Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur lagern. Schwangeren und stillenden Frauen empfehlen wir, vor dem Verzehr ärztlichen Rat einzuholen.
TCM Kräuter: 100% geprüfte Qualität
Alle konzentrierten Pulver oder Granulate, mit denen unsere Kräutermischungen hergestellt werden, sind qualitativ zertifiziert. Das bedeutet, dass jede Pflanze zuvor von einem GMP Labor in Deutschland getestet wird. Erst wenn die Qualitätsansprüche erreicht sind, wird eine Pflanze für die Produktion freigegeben.

























