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Chinesische Kräutermischung: Weidinger W05 — Starker Freund des Atems
Mischung nach Dr. med. Georg Weidinger aus seinem Buch „Die Chinesische Hausapotheke“ (erschienen im Goldmann Verlag), Buch Seite 406. (Buch bei Amazon online bestellen).
Hinweis zum Produktnamen:
„Starker Freund des Atems“ verweist auf den Funktionskreis Lunge, dem die Lehre der TCM den Atem zuordnet.
W05 trägt den Namen, weil seine Zutaten in der Tradition überwiegend genau diesem Funktionskreis zugeordnet werden — angeführt vom Löwenzahn, flankiert von zwei Yin–Zutaten.
»Wo Hitze sich staut, schafft Kühle Raum — wie ein Gewitterregen nach schwülen Tagen.«
So beschreibt die Lehre der TCM das Wechselspiel von Hitze und Kühle. Diesem Gewitterregen widmet sich die Komposition, der W05 folgt.
WAS MACHT W05 BESONDERS?
Der Anführer: Löwenzahn
Was hierzulande als Wiesen–Unkraut gilt, hat in China seit weit über tausend Jahren einen festen Platz in der Materia Medica: Pu Gong Ying, der Mongolische Löwenzahn, trägt mit 25 % den größten Anteil dieser Rezeptur.
Die Bauweise: Kühle Kräuter, ein bewahrender Gegenpol
Sieben der neun Zutaten ordnet die Tradition den kühlenden Kategorien zu; mit Schlangenbart–Wurzel und Ningpo–Braunwurz stehen ihnen zwei Yin–Zutaten zur Seite — ein Bauprinzip, das die chinesische Rezepturkunst bei kühlenden Kompositionen seit jeher pflegt.
In der Systematik der TCM gehört eine solche Komposition zum Muster Toxische Hitze (Hitze in der Lunge).
Neun Zutaten, ein Prinzip — Kühle mit Augenmaß.
DIE KRÄUTER DIESER REZEPTUR
Klassische TCM–Rezepturen sind aufgebaut wie ein Hofstaat: Kaiser, Minister, Assistent und Bote — jede Zutat hat eine definierte Rolle im Gefüge:
Löwenzahn | Pu Gong Ying (Taraxaci Herba): 25%
KAISERKRAUT
Der Mongolische Löwenzahn Taraxacum mongolicum — botanisch kaum vom heimischen Wiesen–Löwenzahn zu unterscheiden und in der chinesischen Materia Medica seit weit über tausend Jahren dokumentiert.
Andrographis–Kraut | Chuan Xin Lian (Andrographis Herba): 13%
MINISTERKRAUT
Das Kraut von Andrographis paniculata, im Ayurveda wie in der chinesischen Tradition zu Hause — eine der bittersten Zutaten der gesamten Materia Medica, in Südostasien als „König der Bitterstoffe“ bekannt.
Braunwurz | Xuan Shen (Scrophulariae Radix): 13%
MINISTERKRAUT
Die dunkle Wurzel der Ningpo–Braunwurz Scrophularia ningpoensis — benannt nach der ostchinesischen Hafenstadt Ningbo, über die sie früher in den Handel kam.
Isatis–Blatt | Da Qing Ye (Isatidis Folium): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die Blätter des Färberwaids Isatis indigotica — jener Pflanze, aus der in Europa wie in China jahrhundertelang blauer Indigo–Farbstoff gewonnen wurde.
Ballonblumenwurzel | Jie Geng (Platycodonis Radix): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die Wurzel der Ballonblume Platycodon grandiflorus, deren Knospen sich wie kleine Ballons aufblähen, bevor sie aufspringen. In Korea ist dieselbe Wurzel als „Doraji“ eine alltägliche Gemüsebeilage.
Schlangenbart–Wurzel | Mai Men Dong (Ophiopogonis Radix): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die spindelförmigen Wurzelknöllchen des Schlangenbarts Ophiopogon japonicus — ein immergrünes Gewächs aus der Verwandtschaft der Lilien, das in China auch als Zierpflanze Parkwege säumt.
Maulbeerwurzel–Rinde | Sang Bai Pi (Mori Cortex): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die weiße Innenrinde der Maulbeerbaum–Wurzel (Morus alba) — vom selben Baum, der mit Blatt (Sang Ye) und Frucht gleich mehrere klassische Zutaten der Tradition liefert.
Amomum–Frucht | Sha Ren (Amomi Fructus): 6%
BOTENKRAUT
Die Kapselfrüchte von Amomum villosum, einem Ingwergewächs aus den Bergwäldern Südchinas — eng verwandt mit dem Kardamom und ähnlich aromatisch.
Süßholzwurzel | Gan Cao (Glycyrrhizae Radix): 3%
BOTENKRAUT
Die Wurzel des Ural–Süßholzes Glycyrrhiza uralensis — Grundstoff der Lakritze und die am häufigsten eingesetzte Zutat der gesamten chinesischen Rezepturtradition. Als Botenkraut verbindet sie die übrigen Zutaten zu einem stimmigen Ganzen.
Zutaten:
| Pinyin | Lateinische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Prozent % | 6 Tabs (3 g) |
| Chuan Xin Lian | Hb. Andrographitis | Andrographiskraut | 13,0 | 0,39 |
| Da Qing Ye | Folium Isatidis | Färberwaidblätter | 10,0 | 0,3 |
| Gan Cao | Rx. Glyc. | Süssholz, Lakritze | 3,0 | 0,09 |
| Jie Geng | Rx. Platycodi Grandiflori | Ballonblumenwurzel | 10,0 | 0,3 |
| Mai Men Dong | Tb. Ophiopogonis Jap. | Schlangenbartwurzel | 10,0 | 0,3 |
| Pu Gong Ying | Taraxacum | Mongolisches Löwenzahnkraut | 25,0 | 0,75 |
| Sang Bai Pi | Cx. Mori Rad. | Maulbeerrinde | 10,0 | 0,3 |
| Sha Ren | Fr. Amomi | Nelkenpfefferfrüchte, Piment | 6,0 | 0,18 |
| Xuan Shen | Rx. Scrophulariae | Ningpo-Braunwurzel | 13,0 | 0,39 |
💊 TCM–Kräuter richtig einnehmen
Traditionelle chinesische Kräutermischungen bestehen aus mehreren Pflanzen, die nach den Prinzipien der TCM kombiniert werden. In der traditionellen Anwendung werden sie über einen längeren Zeitraum und über den Tag verteilt eingenommen.
Allgemeine Verzehrempfehlung (sofern auf der jeweiligen Produktseite nicht anders angegeben):
✓ Empfohlene tägliche Verzehrsmenge: 2–3 x täglich 2–4 Presslinge
✓ Dauer: 80 bis 120 Tage
✓ Einnahme: Mit mindestens 0,2 l warmem Wasser, 30 Min. vor oder nach dem Essen
Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur lagern. Schwangeren und stillenden Frauen empfehlen wir, vor dem Verzehr ärztlichen Rat einzuholen.
TCM Kräuter: 100% geprüfte Qualität
Alle konzentrierten Pulver oder Granulate, mit denen unsere Kräutermischungen hergestellt werden, sind qualitativ zertifiziert. Das bedeutet, dass jede Pflanze zuvor von einem GMP Labor in Deutschland getestet wird. Erst wenn die Qualitätsansprüche erreicht sind, wird eine Pflanze für die Produktion freigegeben.


























