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So, jetzt wieder zurück zur Beschreibung der Kräutermischung.
Chinesische Kräutermischung: Weidinger W13 — Das Feuchte Hitze–Modul
Mischung nach Dr. med. Georg Weidinger aus seinem Buch „Die Chinesische Hausapotheke“ (erschienen im Goldmann Verlag), Buch Seite 478. (Buch bei Amazon online bestellen).
Hinweis zum Produktnamen:
„Feuchte Hitze“ ist ein Grundmuster der chinesischen Lehre: die Verbindung von Hitze und Feuchtigkeit zu einem zähen, schwülen Ganzen.
Dr. Weidinger nennt die Rezeptur ein „Modul“, weil sie in seinem Buch als Baustein gedacht ist, den man mit anderen Mischungen kombiniert.
Der Name benennt schlicht das Thema, dem die Rezeptur in der Tradition gewidmet ist.
»Schwüle weicht nicht dem Fächer, sondern dem klaren Wind nach dem Gewitter.«
So beschreibt die Lehre der TCM die feuchte Hitze. Diesem klaren Wind widmet die Tradition Huang Lian Jie Du Tang — die Rezeptur, der W13 folgt.
WAS MACHT W13 BESONDERS?
Das Gerüst: Die vier „Gelben“
Huang Lian Jie Du Tang ruht auf den bittersten Zutaten der Materia Medica: Goldfadenwurzel (Huang Lian), Baikal–Helmkraut (Huang Qin), Korkbaumrinde (Huang Bai) und Gardenienfrucht (Zhi Zi). Drei davon tragen das Wort „Huang“ — gelb — im Namen; alle vier stehen auch in W13.
Die Erweiterung: Kühle mit Gegengewicht
Dr. Weidinger ergänzt das strenge Gerüst um Schilfrohr und Magnolienrinde — und, als bemerkenswerten Kontrapunkt, eine kleine Menge heißer Zimtrinde: ein in der Rezepturkunst altbekannter Kniff, einer sehr kalten Formel einen wärmenden Anker zu geben.
In der Systematik der TCM ist Huang Lian Jie Du Tang die klassische Rezeptur des Musters Toxische Hitze; Weidinger stellt sie als Baustein für Feuchte Hitze bereit.
Vier bittere Zutaten, ein wärmender Anker — Strenge mit Augenmaß.
DIE KRÄUTER DIESER REZEPTUR
Klassische TCM–Rezepturen sind aufgebaut wie ein Hofstaat: Kaiser, Minister, Assistent und Bote — jede Zutat hat eine definierte Rolle im Gefüge:
Goldfadenwurzel | Huang Lian (Coptidis Rhizoma): 20%
KAISERKRAUT
Der knorrige, goldgelbe Wurzelstock von Coptis chinensis — im Deutschen „Goldfaden“ genannt, weil die dünnen Wurzelfäden wie Gold schimmern. Eine der bittersten Zutaten der gesamten Materia Medica.
Schilfrohrwurzel | Lu Gen (Phragmitis Rhizoma): 20%
MINISTERKRAUT
Der Wurzelstock des Schilfrohrs Phragmites communis, traditionell frisch aus dem Uferschlamm gestochen — ein Gewächs, das an Flussläufen und Seeufern ganz Chinas zu Hause ist.
Korkbaumrinde | Huang Bai (Phellodendri Cortex): 15%
MINISTERKRAUT
Die goldgelbe Innenrinde des Amur–Korkbaums Phellodendron amurense aus den Wäldern Nordostchinas. „Huang“ (gelb) verweist auf die leuchtende Farbe der frisch geschälten Rinde.
Baikal–Helmkraut | Huang Qin (Scutellariae Radix): 15%
MINISTERKRAUT
Die goldgelbe Wurzel des Baikal–Helmkrauts Scutellaria baicalensis — ein Lippenblütler der trockenen Hochsteppen zwischen Mongolei und Baikalsee; „Huang“ (gelb) verweist auf die Farbe der Wurzel.
Magnolienrinde | Hou Po (Magnoliae Cortex): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die aromatische Rinde der Magnolie Magnolia officinalis aus den Bergwäldern Süd– und Westchinas — die Bäume brauchen rund zwanzig Jahre, ehe ihre dicke Rinde geerntet werden kann.
Gardenienfrucht | Zhi Zi (Gardeniae Fructus): 10%
ASSISTENZKRAUT
Die orangeroten Früchte der Gardenie Gardenia jasminoides, deren weiße Blüten betörend duften. In China dienten die Früchte jahrhundertelang zugleich als Gelbfärber für Stoffe und Speisen.
Zimtrinde | Rou Gui (Cinnamomi Cortex): 6%
ASSISTENZKRAUT
Die dicke, aromatische Stammrinde des Zimtbaums Cinnamomum cassia — der klassische Cassia–Zimt, wie er auch als Weihnachtsgewürz die Küchen erobert hat. Während W01 die feinen Zweige nutzt, verwendet die Tradition hier die Rinde.
Süßholzwurzel | Gan Cao (Glycyrrhizae Radix): 4%
BOTENKRAUT
Die Wurzel des Ural–Süßholzes Glycyrrhiza uralensis — Grundstoff der Lakritze und die am häufigsten eingesetzte Zutat der gesamten chinesischen Rezepturtradition. Als Botenkraut verbindet sie die übrigen Zutaten zu einem stimmigen Ganzen.
Zutaten:
| Pinyin | Lateinische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Prozent % | 6 Tabs (3 g) |
| Gan Cao | Rx. Glycyrrhizae | Süssholz, Lakritze | 4,0 | 0,12 |
| Hou Po | Cx. Magnoliae | Magnolienrinde | 10,0 | 0,3 |
| Huang Bai | Cortex Phellodendri | Korkbaumrinde | 15,0 | 0,45 |
| Huang Lian | Rhizoma Coptidis | Goldfadenwurzelstock | 20,0 | 0,6 |
| Huang Qin | Radix Scutellariae Baicalensis | Baikal-Helmkrautwurzel | 15,0 | 0,45 |
| Lu Gen | Rhiz. Phragmitis Communis | Schilfrohrwurzelstock | 20,0 | 0,6 |
| Rou Gui | Cx. Cinnamomi Cassiae | Cassia-Zimtrinde | 6,0 | 0,18 |
| Zhi Zi | Fructus Gardeniae Jasminoidis | Chinesische Gelbbeere, Gardenie | 10,0 | 0,3 |
💊 TCM–Kräuter richtig einnehmen
Traditionelle chinesische Kräutermischungen bestehen aus mehreren Pflanzen, die nach den Prinzipien der TCM kombiniert werden. In der traditionellen Anwendung werden sie über einen längeren Zeitraum und über den Tag verteilt eingenommen.
Allgemeine Verzehrempfehlung (sofern auf der jeweiligen Produktseite nicht anders angegeben):
✓ Empfohlene tägliche Verzehrsmenge: 2–3 x täglich 2–4 Presslinge
✓ Dauer: 80 bis 120 Tage
✓ Einnahme: Mit mindestens 0,2 l warmem Wasser, 30 Min. vor oder nach dem Essen
Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur lagern. Schwangeren und stillenden Frauen empfehlen wir, vor dem Verzehr ärztlichen Rat einzuholen.
TCM Kräuter: 100% geprüfte Qualität
Alle konzentrierten Pulver oder Granulate, mit denen unsere Kräutermischungen hergestellt werden, sind qualitativ zertifiziert. Das bedeutet, dass jede Pflanze zuvor von einem GMP Labor in Deutschland getestet wird. Erst wenn die Qualitätsansprüche erreicht sind, wird eine Pflanze für die Produktion freigegeben.

























