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Chinesische Kräutermischung: Weidinger W07
Mischung nach Dr. med. Georg Weidinger aus seinem Buch „Die Chinesische Hausapotheke“ (erschienen im Goldmann Verlag), Buch Seite 427. (Buch bei Amazon online bestellen).
»Zwischen Innen und Außen liegt ein Zwischenreich — wer dort wirken will, schickt einen Diplomaten.«
So beschreibt die Lehre der TCM das Shaoyang. Diese Vermittlerrolle widmet die Tradition Xiao Chai Hu Tang — der Rezeptur, der W07 folgt.
WAS MACHT W07 BESONDERS?
Das Erbe: Aus dem Shang Han Lun
Xiao Chai Hu Tang wurde um das Jahr 200 von Zhang Zhongjing im Shang Han Lun aufgezeichnet und gehört seither zum Grundkanon: Kaum eine Rezeptur wurde häufiger kommentiert, variiert und zitiert. Ihr Bauplan — das Paar aus Chai Hu und Huang Qin, gestützt von nährenden Zutaten — wurde zum Vorbild einer ganzen Rezeptur–Familie.
Die Modifikation: Zwei Tauschplätze
Dr. Weidinger ersetzt zwei Zutaten des Originals: Statt Ban Xia und frischem Ingwer stehen Bambushalm–Streifen (Zhu Ru) und Alantblüte (Xuan Fu Hua) in der Rezeptur — die Struktur des Klassikers bleibt erhalten.
In der Systematik der TCM ist Xiao Chai Hu Tang die klassische Rezeptur des Shaoyang–Musters — eng verwandt mit der Leber–Qi Stagnation.
Ein Diplomat, ein Stratege, ein Tross aus Helfern — Hofstaat in Reinform.
DIE KRÄUTER DIESER REZEPTUR
Klassische TCM–Rezepturen sind aufgebaut wie ein Hofstaat: Kaiser, Minister, Assistent und Bote — jede Zutat hat eine definierte Rolle im Gefüge:
Chinesisches Hasenohr | Chai Hu (Bupleuri Radix): 20%
KAISERKRAUT
Die Wurzel des Chinesischen Hasenohrs Bupleurum chinense — ein filigraner Doldenblütler, dessen deutscher Name sich von den schmalen, hasenohrförmigen Blättern ableitet.
Baikal–Helmkraut | Huang Qin (Scutellariae Radix): 15%
MINISTERKRAUT
Die goldgelbe Wurzel des Baikal–Helmkrauts Scutellaria baicalensis — ein Lippenblütler der trockenen Hochsteppen zwischen Mongolei und Baikalsee; „Huang“ (gelb) verweist auf die Farbe der Wurzel.
Glockenwindenwurzel | Dang Shen (Codonopsitis Radix): 30,5%
ASSISTENZKRAUT
Die Wurzel des Glockenblumengewächses Codonopsis pilosula stammt aus den Bergregionen Nordchinas — die berühmteste Herkunft trägt den Namen „Lu Dang“ aus Shanxi. Sie gilt als der milde Verwandte des Ginseng und ist in China so alltäglich, dass sie in vielen Familienküchen in der Suppe landet.
Bambushalm–Streifen | Zhu Ru (Bambusae Caulis in Taenia): 10%
ASSISTENZKRAUT
Hauchdünn gehobelte Streifen aus der mittleren Halmschicht des Bambus — eine Zutat, die Handwerk verlangt: Die äußere grüne Rinde wird verworfen, nur die zarte Zwischenschicht kommt in die Rezeptur.
Alantblüte | Xuan Fu Hua (Inulae Flos): 17%
ASSISTENZKRAUT
Die goldgelben Blütenkörbchen des Alants Inula japonica — eine der wenigen klassischen Zutaten, bei denen ausschließlich die Blüte verwendet wird.
Chinesische Jujube | Da Zao (Jujubae Fructus): 2,5%
ASSISTENZKRAUT
Die Chinesische Jujube (Ziziphus jujuba), auch „Rote Dattel“ genannt, ist in China Obst, Süßigkeit und Rezeptur–Zutat zugleich — kaum eine Küche des Nordens kommt ohne sie aus.
Honig–Süßholzwurzel | Zhi Gan Cao (Glycyrrhizae Radix praeparata): 5%
BOTENKRAUT
Die in Honig geröstete Ural–Süßholzwurzel (Glycyrrhiza uralensis) — „Zhi“ bezeichnet genau diese Honig–Röstung. Süßholz ist die wohl am häufigsten eingesetzte Zutat der gesamten chinesischen Rezepturtradition: Dem Botenkraut fällt die Aufgabe zu, alle Zutaten zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Zutaten:
| Pinyin | Lateinische Bezeichnung | Deutsche Bezeichnung | Prozent % | 6 Tabs (3 g) |
| Chai Hu | Radix Bupleuri | Chinesische Hasenohrwurzel | 20,0 | 0,6 |
| Da Zao | Fructus Zizyphi Jujubae | Chinesische Dattelfrüchte | 2,5 | 0,075 |
| Dang Shen | Radix Codonopsitis | Glockenwindenwurzel | 30,5 | 0,915 |
| Huang Qin | Radix Scutellariae Baicalensis | Baikal-Helmkrautwurzel | 15,0 | 0,45 |
| Xuan Fu Hua | Flos Inulae | Alantblüten | 17,0 | 0,51 |
| Zhi Gan Cao | Radix Glycyrrhizae Uralensis | Ural-Süßholzwurzel | 5,0 | 0,15 |
| Zhu Ru | Caulis Bambusae In Taenia | Bambusrohrstreifen | 10,0 | 0,3 |
💊 TCM–Kräuter richtig einnehmen
Traditionelle chinesische Kräutermischungen bestehen aus mehreren Pflanzen, die nach den Prinzipien der TCM kombiniert werden. In der traditionellen Anwendung werden sie über einen längeren Zeitraum und über den Tag verteilt eingenommen.
Allgemeine Einnahmeempfehlung:
(sofern auf der jeweiligen Produktseite oder von deinem TCM–Therapeuten nicht anders angegeben)
✓ Dosierung: 2–3 x täglich 2–4 Presslinge, je nach Bedarf.
✓ Dauer: Anwendung über 80 bis 120 Tage, damit der Körper sein energetisches Muster anpassen kann.
✓ Einnahme: Mit mindestens 0,2 l warmem Wasser, 30 Minuten vor oder nach dem Essen.
* Hinweis: Wenn in dieser Produktbeschreibung von „Herz“, „Leber“, „Milz“, „Lunge“, „Niere“ usw. die Rede ist, sind immer die Funktionskreise der chinesischen Medizin gemeint — energetische Systeme, nicht die anatomischen Organe.
Hinweis:
Für die Rezepturen dieser Nahrungsergänzungsmittel wurden nur die hochwertigsten Kräuter der chinesischen Heilkunde ausgewählt, um einen maximalen gesundheitlichen Nutzen zu gewährleisten. Sie beinhalten ausschließlich rezeptfrei erhältliche Kräuter und dienen der Nahrungsergänzung.
Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur lagern. Für eine exakte Diagnose, und vor allem schwangeren und stillenden Frauen raten wir, einen Therapeuten, der sich auf chinesische Medizin spezialisiert hat, oder den Hausarzt, zu konsultieren.
TCM Kräuter: 100% geprüfte Qualität
Alle konzentrierten Pulver oder Granulate, mit denen unsere Kräutermischungen hergestellt werden, sind qualitativ zertifiziert. Das bedeutet, dass jede Pflanze zuvor von einem Labor getestet wird. Erst wenn die Qualitätsansprüche erreicht sind, wird eine Pflanze für die Produktion freigegeben.

























