Ma Chi Xian — Portulak

Das kühlende Unkraut, das Feuchtigkeit–Hitze im Darm klärt und Hitze–Toxine austreibt

Was die meisten als lästiges Unkraut jäten, ist für die TCM eines der bedeutendsten Kräuter gegen Feuchtigkeit–Hitze im Darm: Ma Chi Xian klärt Hitze–Toxine im Darm, kühlt die Haut bei Feuchtigkeit–Hitze und ist dabei so sicher, dass man es als Gemüse essen kann.

Portulak Portulacae Herba 马齿苋 Ma Chi Xian

Geschmack Sauer
Temperatur Kalt
Meridian Dickdarm, Leber
Pflanzenteil Ganzes Kraut
Klasse Untere Klasse
Wirkrichtung Klärend

Hilft bei Hitze

Ma Chi Xian — der Portulak — ist ein kühlendes, entgiftendes Kraut, das Feuchtigkeit–Hitze und toxische Hitze aus dem Dickdarm klärt. Es wird besonders bei Feuchte–Hitze im Darm mit Blutbeimengung und bei Hauterscheinungen durch Feuchtigkeit–Hitze eingesetzt.

Als Nahrungsmittel und Kraut zugleich ist es gut verträglich und vielseitig einsetzbar.

Wirkung aus TCM–Sicht

Ma Chi Xian klärt Feuchtigkeit–Hitze und entgiftet toxische Hitze. Es kühlt das Blut und hält es in den Gefäßen (Zhǐ Xuè). Sein Hauptwirkfeld sind Feuchtigkeit–Hitze–Muster im Dickdarm mit blutig–schleimigem Stuhlgang und nässender, heißer Haut.

  • Klärt Feuchtigkeit–Hitze im Dickdarm (wässriger Stuhlgang mit Blut und Schleim)
  • Leitet Hitze–Toxine (Rè Dú) in Haut und Fleisch aus (Haut mit Fülle–Hitze)
  • Kühlt das Blut und hält es in den Gefäßen (Zhǐ Xuè) im unteren Erwärmer
  • Klärt Feuchtigkeit–Hitze auf der Haut (nässende, heiße Hautmuster)
  • Leitet Feuchtigkeit–Hitze über den Urin aus
TCM–Anwendung: Ma Chi Xian

Anwendung & Dosierung

  • 15–30 g im Dekokt (Standarddosis)
  • Frisch: 30–60 g (als Gemüse oder Saft)
  • Äußerlich: frisch zerdrückt als Auflage

Darreichungsformen

  • Dekokt
  • frischer Saft
  • äußerliche Auflage
  • als Gemüse

Dosierung

  • 15–30 g (getrocknet)
  • 30–60 g (frisch)

Häufige Kombinationspartner

Ma Chi Xian entfaltet seine volle Wirkung oft erst in Kombination mit anderen Kräutern

Geschichte & Tradition

Ma Chi Xian erscheint bereits im Shén Nóng Běn Cǎo Jīng und wird seit der Tang–Dynastie als Hauptmittel bei Hitze–Toxin und Feuchte–Hitze im Darm dokumentiert. Sun Simiao empfiehlt es im Qiān Jīn Yào Fāng sowohl innerlich als auch äußerlich bei Hitze–Toxin an der Haut.

Der Name 马齿苋 bedeutet „Pferdezahn–Gemüse“ und bezieht sich auf die Form der Blätter. In Europa war Portulak bis ins 17. Jahrhundert ein beliebtes Salatgemüse — eine Tradition, die heute ein Revival erlebt.

Kontraindikationen & Vorsicht

  • Nicht bei Milz–Kälte mit wässrigem Durchfall.
  • Vorsicht in der Schwangerschaft (traditionell als uteruskontrahierend eingestuft).
  • Nicht bei Kälte–Durchfall ohne Hitzezeichen.
  • Hoher Oxalatgehalt — Vorsicht bei Nierensteinen.
Pflanzenfoto: Ma Chi Xian

Botanik

Portulaca oleracea ist eine einjährige, sukkulente Pflanze aus der Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae). Sie wird 10–30 cm hoch, hat fleischige, spatelkörmige Blätter und rötliche Stengel. Kleine gelbe Blüten erscheinen im Sommer.

Vorkommen: Weltweit verbreitet als kosmopolitisches Unkraut. In China wild und kultiviert. Bevorzugt warme, sonnige Standorte mit feuchtem Boden. Ernte im Sommer bei voller Vegetationsperiode.

Erntezeit

Sommer (volle Vegetationsperiode)

Verarbeitung

Frisch verwendet oder schonend getrocknet

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