Ku Shen - Radice di Sophora

Bittere Wurzel gegen feuchte Hitze und Wind

So bitter, dass allein ihr Geschmack die feuchte Hitze vertreibt — Ku Shen ist das bitterste Kraut der gesamten TCM–Pharmakopöe. Äußerlich als Waschung angewandt, vertreibt sie selbst hartnäckige Feuchte–Hitze von der Haut.

Radice di Sophora Sophorae Flavescentis Radix 苦参 Ku Shen

Il sapore Amaro
Temperatura Freddo
Meridiano Cuore, fegato, stomaco, intestino crasso, vescica
Parte della pianta Radice
Classe Classe media
Direzione dell'azione Calore chiarificatore

Aiuta con Il calore

Ku Shen — die bittere Sophorawurzel — ist eines der wichtigsten Kräuter gegen feuchte Hitze in der TCM. Ihr extrem bitterer Geschmack klärt Hitze, trocknet Feuchtigkeit und vertreibt Parasiten.

Äußerlich und innerlich angewendet, ist sie das Mittel der Wahl bei Feuchte–Hitze der Haut mit Rötung und Nässen. Das Shén Nóng Běn Cǎo Jīng ordnet sie der mittleren Klasse zu.

Effetto dal punto di vista della MTC

  • Ku Shen klärt Hitze und trocknet Feuchtigkeit — besonders im unteren Jiao.
  • Es vertreibt Parasiten und trocknet Nässe an der Haut.
  • Bei Feuchtigkeit–Hitze im Unteren Erwärmer mit Gelbfärbung ist es ein Schlüsselkraut, das den Dài Mài (Gürtelgefäß) festigt.
  • Äußerlich angewendet trocknet es nässende Hautveränderungen im Genitalbereich durch Wind–Feuchtigkeit–Hitze.
  • Es zerstreut Wind–Feuchtigkeit und kann bei Bi–Syndrom eingesetzt werden.
Applicazione della MTC: Ku Shen

Applicazione e dosaggio

  • 3–10 g im Dekokt (Standarddosis)
  • Äußerlich: 15–30 g als Waschung oder Sitzbad
  • Als Zäpfchen oder Salbe bei Genitalpruritus

Forme di dosaggio

  • Decotto
  • äußerliche Waschung
  • Sitzbad
  • Salbe
  • Zäpfchen
  • granulato

Dosaggio

3-10 g (decotto)

Partner di combinazione frequenti

Ku Shen entfaltet seine volle Wirkung oft erst in Kombination mit anderen Kräutern

Storia e tradizione

Ku Shen — die „bittere Wurzel“ — gehört zu den ältesten dokumentierten Pflanzen der chinesischen Medizin. Bereits im Shén Nóng Běn Cǎo Jīng, dem Klassiker der Materia Medica aus der Dinastia Han (ca. 200 n. Chr.), wird sie der mittleren Klasse zugeordnet und für ihre Wirkung gegen Hitze, Feuchtigkeit und Parasiten beschrieben. Der Name „Kǔ Shēn“ bedeutet wörtlich „bittere Ginsengwurzel“ — ein Hinweis auf die äußerliche Ähnlichkeit der Wurzel mit Ginseng, jedoch ohne dessen tonisierende Eigenschaften.

In der langen Geschichte der TCM–Dermatologie nahm Ku Shen stets eine Schlüsselrolle ein. Das Běn Cǎo Gāng Mù des Gelehrten Li Shizhen (16. Jahrhundert) beschreibt ausführlich ihren Einsatz bei feuchter Hitze und Wind an der Haut. Traditionell wurde die Wurzel sowohl innerlich im Dekokt als auch äußerlich in Sitzbädern und Waschungen angewendet — eine Praxis, die bis heute in der TCM–Dermatologie fortbesteht.

In der volkstümlichen Medizin Chinas galt Ku Shen als unverzichtbares Mittel gegen Parasiten. Bauern verwendeten Extrakte der Wurzel gegen Darmparasiten sowie äußerlich bei Hautparasiten. Diese antiparasitäre Tradition findet sich in zahlreichen klassischen Rezepturen, darunter im Formularium des Jīn Guì Yào Lüè (Kostbare Rezepte der goldenen Kammer) aus der Han–Dynastie.

Besonders im Bereich der Gynäkologie etablierte sich Ku Shen als wichtiges Kraut gegen feuchte Hitze. Bei Ausscheidungen und Hautreizungen durch feuchte Hitze im unteren Erwärmer war es fester Bestandteil äußerlicher Anwendungen. Diese Tradition wird bis heute gepflegt — Ku Shen–Waschungen gehören zur klassischen äußeren Anwendung gegen feuchte Hitze im unteren Erwärmer in der TCM. Die moderne westliche Forschung bestätigt viele dieser überlieferten Anwendungen durch den Nachweis von Matrin und Oxymatrin.

Controindicazioni e precauzioni

Non utilizzare in caso di debolezza della milza e dello stomaco con freddo: la natura estremamente amara e fredda può aggravare la diarrea e la debolezza digestiva. Non utilizzare in caso di carenza di yin senza calore umido. Incompatibile con Li Lu (Veratri Nigri Radix et Rhizoma) secondo gli insegnamenti classici della MTC. Controindicato in gravidanza.

Foto della pianta: Ku Shen

Botanica

Sophora flavescens Aiton ist ein ausdauernder Strauch oder krautiger Halbstrauch aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Pflanze wird 0,5–2 m hoch und trägt unpaarig gefiederte Blätter mit 11–31 lanzettlichen Fiederblättchen. Die hellgelben bis weißen Schmetterlingsblüten erscheinen in aufrechten Trauben. Die Hülsenfrüchte sind perlschnurartig eingeschnürt und enthalten 3–7 Samen.

Medizinisch genutzt wird die Radice (Radix), die im Herbst oder Frühling geerntet, getrocknet und in Scheiben geschnitten wird. Die Wurzeloberfläche ist gelblichbraun mit längsrunzeligem Kork, das Querschnittsfleisch gelblich–weiß mit ausgeprägtem, bitter–hartem Geschmack. Der charakteristische Geruch stammt von den enthaltenen Chinolizidinalkalöiden — vor allem Matrin, Oxymatrin und Sophoranol.

Occasione

La Sophora flavescens è diffusa in tutta la Cina e preferisce crescere sui pendii, ai margini dei campi, nelle macchie e sulle rive dei fiumi fino a 1500 metri di altitudine. Le aree di coltivazione e raccolta più importanti si trovano nelle province di Shanxi, Hebei, Henan, Shandong e Mongolia interna. La pianta è estremamente poco esigente, tollera la siccità e prospera su terreni poveri, sabbiosi o argillosi. La specie si trova anche allo stato selvatico in Giappone, Corea e in gran parte dell'Asia orientale; in Europa viene occasionalmente coltivata come pianta ornamentale.

Tempo di raccolta

Frühjahr (März–April) vor dem Neuaustrieb oder Herbst (September–Oktober) nach dem Absterben der oberirdischen Teile. Die Herbsternte ist bevorzugt, da die Wurzeln dann den höchsten Gehalt an Matrin und Oxymatrin aufweisen. Pflanzen werden frühestens nach 3–5 Jahren geerntet, da jüngere Wurzeln zu dünn und arm an Inhaltsstoffen sind.

Elaborazione

Dopo la raccolta, le radici vengono pulite, liberate dalle sottili radici laterali e tagliate in fette o pezzi di 1-3 cm di spessore. Vengono essiccate all'aria o a bassa temperatura (sotto i 50 °C) per preservare gli alcaloidi sensibili al calore. In MTC, il Ku Shen viene solitamente utilizzato crudo (sheng). La tostatura (chao) con crusca di grano o miele è possibile e riduce l'estrema amarezza e freddezza, ma è usata meno frequentemente. Per le applicazioni esterne, la radice essiccata viene macinata in polvere o utilizzata come decotto concentrato.

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