Schmerzen aus Sicht der chinesischen Medizin

...5 Akupunkturpunkte gegen chronische Schmerzen

Akupressur Qi Gong Info
Akupunkturpunkte

Selbst–Akupressur mit dem Akupen

AkuPen
Qi Gong

Wolfgangs Qi Gong Tipps

Wolfgang zeigt dir das Mini Qi Gong Programm bestehend aus acht Übungen:
Qi wecken
Himmel stützen
Himmel und Erde verbinden
Vollmond anschauen
Bogenschütze
Qi sammeln
Qi Gong Übungen
für eine bessere Durchblutung

Dieses Qi Gong Programm besteht aus 6 Übungen, die die Durchblutung des gesamten Körpers verbessern. Durch Qi Gong kommt es im Körper bei jeder einzelnen Bewegung zu einer Streckung und einer darauffolgenden Entspannung von Muskeln. Dies kann man mit einer Pumpe vergleichen. Muskeln spannen sich und entspannen sich im Atemrhythmus.


Die Blutgefäße in den Muskeln bleiben von dieser Pulsation natürlich nicht ausgenommen und werden ebenfalls gestreckt und wieder entspannt. Dies hält die Gefäße geschmeidig, vorausgesetzt sie werden nicht durch schlechte Ernährungsgewohnheiten von Plaques befallen. Die Veneneklappen bleiben gesund und dadurch hat das Herz weniger Arbeit das Blut durch den Körper zu bewegen. Denn starre Blutgefäße sind nicht nur ein Problem für das Herz, sondern auch der Auslöser von vielen anderen Problemen. 


Du spürst die bessere Blutversorgung nach wenigen Minuten Qi Gong üben, wenn dir warm wird und du leicht zu schitzen beginnst.

Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Akupen

Di 4 „Vereinte Täler“ - Hegu

Meisterpunkt für Schmerzen im Kopf und Gesicht, speziell für Akne

 

Lage:
In der Mitte des 2. Mittelhandknochens an der radialen Seite in einer Vertiefung.

 

Traditionell zugeordnet:

Schmerzen speziell im Kopfbereich, Nackenschmerzen, steifer Nacken, Kopfschmerzen, Erkältungen, grippaler Infekt, Halsschmerzen, Husten, Migräne, verstopfter Nase, Schwindel, Heuschnupfen, beruhigende Wirkung bei allen Darmbeschwerden, Fernpunkt bei Arm- und Schulterschmerzen

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist in der Schwangerschaft verboten, da er eingesetzt wird um den Geburtsvorgang zu beschleunigen.

 

Er wird oft als Fernpunkt bei der Behandlung von Gesichts-, Mund-, Nasen- und Augenproblemen eingesetzt.

 

Die Kombination Di 04 mit Le 03 wird als „4 Tore“ bezeichnet und ist sehr bekannt, da sie Wind aus dem Kopfbereich vertreibt Schmerzen stillt und den Geist beruhigt.

 

Di 04 hat auch einen starken Bezug zur Psyche und kann deshalb zur Beruhigung des Geistes und bei Angstzuständen genadelt werden. In diesem Falle wird die Kombination Di04 +Le03+LG24 verwendet.

 

Kombiniert man Di04 mit einem anderen ganz wichtigen Punkt, nämlich Ma36 hat man eine geniale Kombination um die Abwehrkräfte zu stärken.

 

Hk 06 „Inneres Tor“ - Neiguan

Wichtigster Punkt bei Übelkeit,Reiseübelkeit, Erbrechen und Seekrankheit

 

Lage:

an der Innenseite des Unterarms, 3 Querfinger (2cun) von der Beugefalte, zwischen den Sehnen

 

Traditionell zugeordnet:

Geist beruhigend, Magenprobleme, Reflux, unregelmäßiger oder schmerzhafter Menstruation, abgeklärten! Schmerzen im Brustkorb (Thorax), prämenstruelle Depression, Schlafstörungen

 

Kommentar:

Dies ist einer der wichtigen Punkte in der Akupunktur mit verschiedenen Wirkungen. Zum einen wirkt er auf den Brustkorb und kann deshalb bei Schmerzen und unangenehmen Empfindungen im Brustkorb eingesetzt werden. Diese sollten allerdings immer auch ärztlich abgeklärt werden.

 

Er hat eine stark beruhigende Wirkung auf den Geist und wird deshalb bei allen Zuständen von Angstlichkeit und Unruhe eingesetzt.

 

Besonders wirksam bei Frauen die unter prämenstrueller Depression leiden.

 

Neben seiner Wirkung auf Herz und Leber, wirkt er auch auf den Magen und leitet hier speziell das Qi nach unten, im Falle von "rebellierendem Magen-Qi". Dies ist ein Zustand, bei dem die Magenenergie nicht wie natürlich nach unten fließt, sondern aufgrund eines Staus nach oben steigt und zu Übelkeit und Erbrechen führt.

 

Le 03  „Großes Treffen“ - Taichong

Quellpunkt des Lebermeridians, wichtigster Punkt auf dem Lebermeridian

 

Lage:

auf dem Fußrücken zwischen 1. Und 2. Zeh, am Ende der „Rinne“

 

Traditionell zugeordnet:

Migräne mit Lichtempfindlichkeit, Menstruationsprobleme, Übelkeit, Unterleibsschmerzen, allgemein Spannung lösend, Verstopfung

 

Kommentar:

Dies ist ein wichtiger Punkt zur Beseitigung von Fülle in der Leber, er ist etwas milder in der Wirkung als Le02.

 

Er hat eine spezielle Wirkung bei Krämpfen und verstärkter Muskelkontraktion.

 

Er hat eine tiefgreifende und beruhigende Wirkung auf die Psyche und ist bei sehr angespannten, ungeduldigen und gestressten Menschen ein wichtiger Punkt. Diese Funktion fehlt dem Punkt Le 02. Dazu wird der Punkt gern mit Di4 zusammen eingesetzt. Zusammen gehören sie zu den wichtigsten Akupunkturpunkten und werden die "Vier Pforten" genannt.

 

Ma 36 „Drei Meilen des Fußes" - Zusanli

Wichtigster Punkt des Magenmeridians zur Stärkung der Verdauung

 

Lage:

4 Querfinger (3 cun) unterhalb der Unterkante der Patellakante (Kniescheibe) auf dem Tibialismuskel

 

Traditionell zugeordnet:

Verdauungsschwäche, Völlegefühl, Verstopfung, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, unscharfem Sehen

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist in der TCM ein herausragender Punkt, weil er das Nach-Himmels-Qi stärkt. Gemeint ist damit, dass er Magen und Milz stärkt, also jene Organe, die für unsere Energieaufnahme durch die Nahrung verantwortlich sind.

 

Ma36 ist ein allgemeiner Tonisierungspunkt für den gesamten Körper, aber auch für die Psyche und wird bei allen Symptomen von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche eingesetzt.

 

Gemeinsam mit MP06, Le03 und Di04 gehört er zu den berühmtesten und am häufigsten verwendeten Punkten in der Chinesischen Medizin.

 

KG 17 „Mitte des Brustkorbes“ - Naohu

Meisterpunkt für die Atmung

 

Lage:

In der Mitte des Brustbeins, auf Höhe der Brustwarzen (bei Männern)

 

Traditionell zugeordnet:

Asthma bronchiale, Beklemmung in der Herzgegend, Intercostalneuralgie, Husten, schleimlösend, Stau lösend

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird als Meisterpunkt für die Atmung betrachtet. Gleichzeitig hat er auch einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem und hilft deshalb auch bei Herzproblematiken. Er ist auch der Meisterpunkt für den oberen 3 fach Erwärmer.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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