Husten mit Auswurf aus Sicht der chinesischen Medizin

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5 Elemente Qi Gong
15 Minuten Programm für mehr Vitalität

Wenn du Qi Gong aus präventiven Gründen machst, kann man auch durchaus mit 15 Minuten täglicher Praxis gute Erfolge erzielen. Solltest du eine Beschwerde haben, so empfiehlt es sich 2 mal 15 Minuten täglich zu praktizieren oder täglich 30 Minuten am Stück.
Grundsätzlich gilt , dass es besser ist 6 mal 15 Minuten Qi Gong zu machen, als einmal 1,5 Stunden. Deshalb zeige ich dir hier eine Kurzvariante vom 5 Elemente Qi Gong.

Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Husten mit Auswurf

 

Punkte:

        

Di4 — befreit den Körper von Blockaden und löst Hitze auf

 

Di11 — allgemeiner Kräftigungspunkt für das Immunsystem

 

Lu10 — entspannt die Lunge

 

LG16 — vertreibt Hitze

 

Gb20 — vertreibt Hitze

 

 

Anwendung: 2-3 mal täglich

 

Diese Form des Husten tritt oft als Begleiterscheinung von Infektionskrankheiten auf. Aber auch Rauchen, Alkohol und scharfe Gewürze können zu innerer Hitze führen. Diese Hitze verdickt sozusagen die Flüssigkeiten in der Lunge und führt zu Schleim, der im Laufe der Zeit gelblich werden kann. Diese gelbliche Farbe deutet eindeutig auf Hitze hin.

 

Aus Sicht der TCM haben wir es hier mit einer Schleimproblematik tun, welche oft durch eine falsche Ernährung verursacht wird.

Die Verdauungsorgane, allen voran Magen und Milz, sind für die optimale Verarbeitung der Nahrung zuständig. Wenn wir nun zu viel kühlende und schleimbildende Nahrungsmittel zu uns nehmen, beginnt sich Feuchtigkeit im Körper zu sammeln, die dann oft über die Lungen ausgeschieden werden muss. Je länger die Feuchtigkeit im Körper ist, umso mehr entwickelt sich auch noch innere Hitze, da es durch die Flüssigkeiten zu einem Stau kommt. Die Flüssigkeit dickt ein und wird gelblich.

Natürlich lässt sich an dieser Stelle einwenden, dass es sich dabei aus unserer Sichtweise um eine bakterielle Infektion handeln kann. Das stimmt natürlich. Die TCM sieht die Situation so, dass auch Bakterien in einem feuchten Milieu besser gedeihen können.

Dies erklärt auch, warum nicht jeder der im Herbst in Kontakt mit den Bakterien kommt erkrankt. Bakterien finden bei einem Menschen der Feuchtigkeit in sich hat, ein gutes Milieu, um sich auszubreiten. Hat jemand hingegen durch eine gesunde Ernährung keine Feuchtigkeit gebildet, so können die Bakterien sich nicht optimal ausbreiten und können von einem gut funktionierenden Immunsystem erfolgreich bekämpft werden.

Oft liegt hier ein Milz-Qi-Mangel zugrunde.

 

Die Milz wird oft durch folgende Nahrungsmittel geschwächt:

 

  • Milchprodukte (außer Butter und Sahne)
  • Eiskalte Getränke
  • Zucker
  • Weizen (auch zu viel Brot gehört in diese Kategorie)
  • Südfrüchte vor allem wenn man sie in der kalten Jahreszeit genießt.

 

Typische Symptome sind:

 

  • Druck oder Engegefühl in der Brust
  • klebriger, dicker, gelblicher oder grünlicher Schleim
  • viel Durst
  • Husten mit Auswurf
Akupen

Di 4 „Vereinte Täler“ - Hegu

Meisterpunkt für Schmerzen im Kopf und Gesicht, speziell für Akne

 

Lage:
In der Mitte des 2. Mittelhandknochens an der radialen Seite in einer Vertiefung.

 

Traditionell zugeordnet:

Schmerzen speziell im Kopfbereich, Nackenschmerzen, steifer Nacken, Kopfschmerzen, Erkältungen, grippaler Infekt, Halsschmerzen, Husten, Migräne, verstopfter Nase, Schwindel, Heuschnupfen, beruhigende Wirkung bei allen Darmbeschwerden, Fernpunkt bei Arm- und Schulterschmerzen

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist in der Schwangerschaft verboten, da er eingesetzt wird um den Geburtsvorgang zu beschleunigen.

 

Er wird oft als Fernpunkt bei der Behandlung von Gesichts-, Mund-, Nasen- und Augenproblemen eingesetzt.

 

Die Kombination Di 04 mit Le 03 wird als „4 Tore“ bezeichnet und ist sehr bekannt, da sie Wind aus dem Kopfbereich vertreibt Schmerzen stillt und den Geist beruhigt.

 

Di 04 hat auch einen starken Bezug zur Psyche und kann deshalb zur Beruhigung des Geistes und bei Angstzuständen genadelt werden. In diesem Falle wird die Kombination Di04 +Le03+LG24 verwendet.

 

Kombiniert man Di04 mit einem anderen ganz wichtigen Punkt, nämlich Ma36 hat man eine geniale Kombination um die Abwehrkräfte zu stärken.

 

Di 11 „Gekrümmter Teich“ - Quchi

Tonisierungspunkt des Dickdarmmeridians

 

Lage:
Bei 90 Grad gewinkeltem Ellbogen entsteht eine Falte zwischen Oberarm und Unterarm. Am Ende der Falte zum Ellbogen hin befindet sich der Punkt in der Tiefe.

 

Traditionell zugeordnet:

Bluthochdruck, Durchfall, Immunsystem stärken, Menstruationsproblemen, Schnupfen, Schulterproblemen, Tennisarm, Hauterkrankungen

 

Kommentar:

Dieser Punkt kann ähnlich eingesetzt werden wie Di04. Der große Unterschied ist, dass Di04 speziell einen Bezug zum Gesichtsbereich hat, den Di11 nicht hat.

 

Lu 10 „Fischgrenze"- Yuji

Hauptpunkt zum Auflösen von Hitze in der Lunge

 

Lage:

Auf der Handgelenksfalte in einer Vertiefung neben der Sehne des M. pollicis longus

 

Traditionell zugeordnet:

Husten, Atembeschwerden, Handgelenksbeschwerden, Rachenproblemen, Halsschmerzen

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird in der TCM hauptsächlich verwendet um Hitze in der Lunge zu lösen. Manche bezeichnen ihn als als "Antikaterpunkt", weil er die Leiden einer durchfeierten Nacht mit zuviel Alkohol, lindern kann. Diese Wirkung kann auf die Hitzelösende Wirkung zurückgeführt werden, die dieser Punkt hat. Alkohol erzeugt im Körper Hitze, vor allem Hochprozentiges

 

LG 16 „Windpalast“ - Fengfu

Löst Blockaden im Nackenbereich, die durch Wind entstanden sind

 

  Lage:

1 cun innerhalb des Haaransatzes auf der Körpermittellinie, direkt unter dem Hinterhaupt (Occiput)

 

Traditionell zugeordnet:

Kopfschmerzen, Nackensteife, Nasenbluten, Schwindel, Erkältungskrankheiten,

Regelstörungen, Schilddrüsenproblemen, Migräne, Anregung des Gehirns

 

Kommentar:

Dieser Punkt gehört mit GB20 zu den Windpunkten. Das sind jene Punkte, die in der TCM, als die anfälligsten Punkte für äußeren Wind angesehen werden. Deshalb muss man diese Punkte bei Wind speziell schützen, vor allem wenn es zusätzlich auch noch kalt ist. Ansonsten läuft man Gefahr durch Wind-Kälte einen steifen Nacken zu bekommen. Ein Schal kann helfen dies zu verhindern.

 

Gb 20 „Windteich“ - Fengchi

Einer der Hauptpunkte bei Augenbeschwerden und Ohrproblemen

 

   Lage:

In der Vertiefung zwischen dem Muskel Sternocleidomastoideus und dem Trapeziusmuskel. Auf einer Höhe mit LG16

 

Traditionell zugeordnet:

Nackenschmerzen, Nackensteifheit (aufgrund von Zugluft), Kopfschmerzen, Schwindel, Höhenangst, unscharfes Sehen, Tinnitus und Hörverlust, Gedächtnisschwäche

 

Kommentar:

Dies ist ein wichtiger Punkt um inneren und äußeren Wind zu eliminieren. Vor allem wenn er sich in Nackensteifigkeit und Kopfschmerzen äußert. In Kombination mit Lu07 leitet der Wind-Kälte aus. Um Wind-Hitze auszuleiten wird GB20 mit Di04 und 3E05 kombiniert.

 

Er ist ein wichtiger Punkt, weil er den Übergang von Wirbelsäule zu Gehirn bildet. Diese stelle (Occipitalbereich) sollte frei sein von Blockaden, damit das Gehirn optimal versorgt wird und reibungslos arbeiten kann.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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