Angst zeigt dir nicht, dass du verloren bist. Sie zeigt dir, wo du wachsen darfst.
Angst aus Sicht der TCM
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Angst dem Wasser–Element zugeordnet.
Es steht für unsere Tiefe, unsere Urkraft — aber auch für das Gefühl von Kontrollverlust.
Wenn das Wasser aus dem Gleichgewicht gerät, zeigen sich oft:
- innere Unruhe
- zittrige Beine
- Rückenschmerzen im unteren Bereich
- kalte Füße oder Hände
- Schlafstörungen in der Nacht, besonders zwischen 3–5 Uhr
Die Angst hat hier eine Funktion:
Sie will dich warnen, bevor du deine Wurzeln verlierst.
Bevor du dich verausgabst. Bevor du dich selbst vergisst.
🧧 Wie Angst aus Sicht der TCM entsteht
In der TCM ist Angst kein Symptom allein — sondern das Ergebnis einer gestörten Balance zwischen Wasser (Niere) und Feuer (Herz).
Die Nieren speichern unsere Urkraft — das Jing.
Das Herz beherbergt unseren Geist — den Shen.
Wenn du über längere Zeit erschöpft bist, ständig unter Druck stehst oder alte emotionale Erfahrungen nicht integrieren konntest, wird das Wasser–Element geschwächt.
Die Nieren verlieren an Tiefe und Halt — und der Shen verliert seine Verankerung.
Angst entsteht, wenn das Herz keine Ruhe mehr findet
— weil die Nieren es nicht mehr tragen können.
In der Folge entsteht ein Gefühl von innerem Flattern, Getrenntsein und Haltlosigkeit.
Der Körper versucht zu kompensieren: mit Anspannung, Grübeln, Schlaflosigkeit oder Rückzug.
Manchmal entsteht Angst aber auch plötzlich — durch einen emotionalen Schock, der die Verbindung zwischen Herz und Niere kurzfristig zerreißt.
So oder so:
Die Angst zeigt, dass die Verbindung zwischen oben (Herz) und unten (Niere) unterbrochen ist.
Und genau diese Verbindung will die TCM wiederherstellen — durch Bewegung, Atmung, Berührung, Kräuter oder Ruhe.
🌊 Angst ist Bewegung — und braucht Bewegung
Was passiert, wenn du Angst ignorierst? Sie bleibt.
Was passiert, wenn du ihr Raum gibst — durch Bewegung, Atmung, innere Verbindung?
Sie verändert sich.
In der TCM bringt Bewegung das Qi wieder ins Fließen — besonders, wenn du dich weich, langsam und bewusst bewegst.
💠 Qi Gong Übung — Welle schieben
Diese sanfte Bewegung hilft dir, dich mit dem Leben zu bewegen — nicht dagegen.
„Ich bewege mich mit dem Leben.“
„Ich stehe sicher auf meinen Füßen.“
👉 Zur Übungsanleitung:
www.meine-tcm.com/qi-gong-uebung-welle-schieben
✨ Akupressurpunkt — NIERE 16 (Huāng Shù)
— stärkt deine sogenannte Essenz (Jing) — das, was dich trägt, wenn alles andere wankt.
👇 Anleitung hier:
www.meine-tcm.com/akupunkturpunkte/akupunkturpunkt-hk-07
🌬 Dein Atem: Sanft, weich, tiefer
Atme.
Nicht um etwas loszuwerden — sondern um wieder bei dir anzukommen.
Spüre deine Füße auf der Erde.
Spüre deinen Rücken, der dich trägt.
Spüre die Kraft in deiner Mitte.
Und vielleicht — ganz vielleicht —
merkst du: Unter der Angst wächst deine innere Stärke.
🔎 Was dir deine Zunge verrät
In der TCM ist die Zunge ein Spiegel deiner inneren Energie.
Gerade bei Ängsten oder tiefer Erschöpfung zeigt sich oft:
— ein blasser hinterer Zungenbereich (Niere)
— Zahnabdrücke an den Rändern (Qi-Mangel)
— oder eine feucht–glänzende Oberfläche (Kälte im Wasser–Element)
🎥 Schau dir unser Video zur Zungendiagnose an:
www.youtube.com/watch?v=L-cOXGvci1Y&t=2s
🧭 Deine kostenlose TCM–Analyse
Angst ist kein Urteil. Angst ist eine Botschaft.
Die TCM hilft dir, die Sprache deines Körpers zu verstehen — liebevoll, klar und alltagsnah.
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🌙 Vertiefe deine Ruhe — auch in der Nacht
www.youtube.com/watch?v=8AaPLMEs4Wk&t=1s
✨ Fazit
Angst ist keine Schwäche. Angst ist Tiefe. Sie will dich nicht lähmen,
sondern daran erinnern, dass du Wurzeln hast.
In der TCM ist Angst nicht der Feind,
sondern ein Signal aus deinem Innersten:
„Kehre zurück. Zu dir. Zur Ruhe. Zur Verbindung.“
Mit jedem bewussten Atemzug,
mit jeder Bewegung,
mit jeder achtsamen Berührung
kannst du dieser Angst begegnen —
nicht, um sie loszuwerden,
sondern um deine Kraft darunter wiederzufinden.
Denn:
Unter der Angst beginnt das Vertrauen zu wachsen.
Die TCM fragt nicht, wie du die Angst loswirst.
Sie fragt: Wo hast du deinen Halt verloren?
Autor: Unbekannt
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