Husten - schwach & kraftlos aus Sicht der chinesischen Medizin

... Akupunkturpunkte gegen deinen Husten

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Wolfgangs Qi Gong Tipps

 
5 Elemente Qi Gong
15 Minuten Programm für mehr Vitalität

Wenn du Qi Gong aus präventiven Gründen machst, kann man auch durchaus mit 15 Minuten täglicher Praxis gute Erfolge erzielen. Solltest du eine Beschwerde haben, so empfiehlt es sich 2 mal 15 Minuten täglich zu praktizieren oder täglich 30 Minuten am Stück.
Grundsätzlich gilt , dass es besser ist 6 mal 15 Minuten Qi Gong zu machen, als einmal 1,5 Stunden. Deshalb zeige ich dir hier eine Kurzvariante vom 5 Elemente Qi Gong.

Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Schwacher — kraftloser Husten

 

Therapie: das Lungen-Qi stärken

 

Lu9 — tonisiert (stärkt die Lunge)

 

Lu7 — tonisiert und fördert die absenkende Funktion der Lunge

 

Kg6 — kräftigt allgemein das Qi des Körpers

 

Ma36 — stärkt Magen und Milz und damit die Verdauung. Eine starke Verdauung ist die Basis für eine gesunde Lunge

 

Anwendung: 2-3 mal täglich

 

 

Die Lunge ist zuständig für unsere Atmung und für die Aufnahme von Energie (Qi). Ist das Lungen Qi geschwächt, so kommt es zu Kurzatmigkeit, vor allem bei Belastung. Dies ist generell das Kennzeichen eines Qi Mangels. Wenn eine Beschwerde durch Belastung schlimmer wird, heißt das, dass der Körper den zusätzlichen Energieverlust durch die Bewegung nicht mehr kompensieren kann. Als Folge davon kommt es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden.

Die Kurzatmigkeit ist aber in diesem Falle schwach und nicht so stark wie bei Asthma. Sie tritt, wie gesagt nur bei Belastung auf.

Typisch ist auch, dass man bei Belastung relativ schnell ins Schwitzen kommt, da die Lunge auch die Haut und damit das Öffnen und Schließen der Poren reguliert. Folglich können bei einer Lungen-Qi Schwäche die Poren sich nicht genügend schließen, und man verliert leicht Körperflüssigkeit in Form von Schweiß. Dies passiert schon bei geringer Anstrengung.

Generell schickt die Lunge das Qi nach unten. Bei einer Schwäche ist dieses Absenken gestört und es kommt zu Husten. Die Ansammlung von wässrigem Sputum, kommt daher, dass auch die „Regulation der Wasserwege“, welche einer der Aufgaben der Lunge ist, nicht mehr richtig ausgeführt wird. So kommt es zur Ansammlung von wässrigem Sekret.

Auslöser für einen solchen Mangel an Lungen-Qi ist oft die Verdauung. D.h. aufgrund einer Schwäche in den Verdauungsorganen Milz und Magen, kann nicht genügend Energie (Qi) gebildet werden. Da im 5 Elemente Zyklus die Lunge auf die Milz folgt, nach der Mutter-Kind-Regel, wird dadurch auch das Lungen-Qi schwach.

Aber auch eine flache Atmung spielt hier entscheidend mit. Diese wiederum wird sehr durch eine gebeugte, sitzende Haltung wie das schon bei Schülern der Fall ist gefördert. Aber auch vorwiegend sitzende Berufe sind davon betroffen. Natürlich ist auch Rauchen schlecht für die Entwicklung der Lungenenergie, genauso wie die Feinstaubbelastung, die in vielen Städten vorherrscht.

 

Symptome:

 

  • kein oder nur sehr wenig Auswurf
  • chronischer Husten, auch ohne Erkältung
  • Husten bei körperlicher Anstrengung
  • blasses Gesicht
  • leise Stimme
  • leicht erschöpft und müde
  • Infektanfälligkeit
  • Neigung zu Allergien wie Hausstaub, Pollen oder Tierhaare
Akupen

Lu 09 „Grosser Abgrund"- Taiyuan

Tonisisert Qi und Yin der Lunge

 

Lage:

Auf der Handgelenksfalte in einer Vertiefung neben der Sehne des M. pollicis longus

 

Traditionell zugeordnet:

Husten, Atembeschwerden, Handgelenksbeschwerden, chronsichen Lungenproblemen, Immunsystemstärkung, Schleim auflösen, schwachem Kreislauf

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird in der TCM zur Tonisiserung des Lungen-Qi eingesetzt werden, aber auch des Thorax-Qi. Dies ist das Qi von Herz und Lunge. Wenn jemand kalte Hände hat und eine schwache Stimme, so erkennt man daran die Schwäche dieses Qi und kann dann mit den beiden Punkten Lu09 und KG17 diese wieder kräftigen.

 

Da an der Pulstaststelle auch als Zusammenflusspunkt aller Blutgefäße gesehen wird, hat der Punkt Lu09 eine besondere Wirkung auf alle Blutgefäße und wird deshalb als Meisterpunkt der Blutgefäße bezeichnet.

 

Lu 07 „Unterbrochene Reihenfolge"- Lieque

Außerordentlich wichtiger Lungenpunkt in der TCM

 

Lage:

Auf der Speiche, 2 Querfinger oberhalb der Beugefalte

 

Traditionell zugeordnet:

Schulterschmerzen, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Asthma, Bronchitis, Nackenkopfschmerz, Blasenproblemen, versopfter Nase

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird in der TCM zur Eliminierung von pathogenen Faktoren verwendet, wie Wind-Kälte oder Wind-Hitze. Der Punkt verteilt das Lungen-Qi und senkt es ab.

 

Der Punkt wird vor allem im Anfangsstadium einer Erkältung verwendet, da er die Poren der Haut öffnet und so das Schwitzen erleichtert. Damit kann der pathogene Faktor, egal ob Kälte oder Hitze, ausgeleitet werden. Die Symptome in dem Stadium sind, Niesen, steifer Nacken, Kopfschmerzen und eine generelle Abneigung gegen Kälte.

In dem Falle wird der Lu07 Punkt mit dem Di04 Punkt gemeinsam verwendet.

 

Die Nase ist das Sinnesorgan der Lunge und daher wird dieser Punkt gerne bei verstopfter oder rinnender Nase verwendet. In diesem Falle immer gemeinsam mit dem Di20 Punkt.

 

Lu07 ist ein außerordentlich gut wirksamer Punkt mit Wirkung auf Gesicht und Schädel. Er kann daher mit anderen Punkten kombiniert werden, wenn dei Problematik in dem Bereich liegt. Er wird die Wirkung genau dorthin lenken.

 

Auch auf der psychsichen Ebene kann der Punkt viel gutes bewirken. Vor allem wirkt er bei Sorge, Kummer oder Traurigkeit. Die Aktivierung von Lu07 kann still leidende Menschen zum Weinen bewegen, welches heilend wirkt.

 

KG 4 „Tor des Ursprungs-Qi“ - Guanyuan

Alarmpunkt des Dünndarms

 

Lage:

4 Querfinger (3 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit

 

Kommentar:

Dies ist der mächtigste Punkt um Qi und Blut zu tonisieren und Körper und Seele zu stärken. Er stärkt die Niere und damit das Ursprungs-Qi. Somit ist er ein wichtiger Punkt, um die allgemeine Vitalität zu steigern und bei chronischen Krankheiten.

 

KG 4 hat eine erdende Wirkung auf den Geist des Menschen, in dem er uns eine Mitte bietet, in der wir uns sammeln und zur Ruhe kommen können.

 

KG 5 „Steintor“ - Shimen

Alarmpunkt des 3fach Erwärmers

 

Lage:

3 Querfinger (2 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit

 

Kommentar:

Die Wirkung der Punkte KG 4,5,6 sind ähnlich und deshalb haben wir sie zusammengefasst.

Wenn wir den Punkt KG 5 genauer betrachten, so hat er eine spezielle Wirkung auf den 3fach Erwärmer. Er stärkt ebenfalls, wie KG 4, das Ursprungs-Qi. Allerdings mehr dadurch, dass er die "3 Brennkammern des Körpers" besser koordiniert.

Die Aufgabe des 3fach Erwärmers ist es, die Aufnahme, Transformation und die Auscheidung im Körper zu regulieren. Je besser dies funktioniert, umso vitaler ist der gesamte Körper.

 

KG 6 „Meer des Qi“ - Qihai

Kräftigungspunkt des Körpers - das Meer der Energie!

 

Lage:

2 Querfinger (1,5 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit, physicher und psychischer Erschöpfung

 

Kommentar:

Die Wirkung der Punkt überschneiden sich und können dennoch sehr differenziert sein. Während KG 6 mehr das Qi stärkt, stärkt KG 4 mehr das Blut. Das ist dadurch zu erklären, dass KG 4 auf dem Dünndarm wirkt und dieser an der Blutproduktion beteiligt ist.

Weiters bewegt KG 6 das Qi, währende KG 4 keinen Qi bewegende Einfluss hat, obwohl beide das Qi stärken.

KG 6 wirkt auf alle Bauchorgane, während KG 4 mehr auf die Gebärmutter einen Einfluss hat.

KG 6 stärkt zusätlich die Milz, während KG 4 die Nieren stärkt.

 

Ma 36 „Drei Meilen des Fußes" - Zusanli

Wichtigster Punkt des Magenmeridians zur Stärkung der Verdauung

 

Lage:

4 Querfinger (3 cun) unterhalb der Unterkante der Patellakante (Kniescheibe) auf dem Tibialismuskel

 

Traditionell zugeordnet:

Verdauungsschwäche, Völlegefühl, Verstopfung, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, unscharfem Sehen

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist in der TCM ein herausragender Punkt, weil er das Nach-Himmels-Qi stärkt. Gemeint ist damit, dass er Magen und Milz stärkt, also jene Organe, die für unsere Energieaufnahme durch die Nahrung verantwortlich sind.

 

Ma36 ist ein allgemeiner Tonisierungspunkt für den gesamten Körper, aber auch für die Psyche und wird bei allen Symptomen von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche eingesetzt.

 

Gemeinsam mit MP06, Le03 und Di04 gehört er zu den berühmtesten und am häufigsten verwendeten Punkten in der Chinesischen Medizin.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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