Husten - schwach & kraftlos aus Sicht der chinesischen Medizin
... Akupunkturpunkte gegen deinen Husten

Wolfgangs Qi Gong Tipps
Wenn du Qi Gong aus präventiven Gründen machst, kann man auch durchaus mit 15 Minuten täglicher Praxis gute Erfolge erzielen. Solltest du eine Beschwerde haben, so empfiehlt es sich 2 mal 15 Minuten täglich zu praktizieren oder täglich 30 Minuten am Stück.
Grundsätzlich gilt , dass es besser ist 6 mal 15 Minuten Qi Gong zu machen, als einmal 1,5 Stunden. Deshalb zeige ich dir hier eine Kurzvariante vom 5 Elemente Qi Gong.

TCM Hintergrundinformationen

Lu 09 „Grosser Abgrund"- Taiyuan
Tonisisert Qi und Yin der Lunge
• Lage:
Auf der Handgelenksfalte in einer Vertiefung neben der Sehne des M. pollicis longus
• Traditionell zugeordnet:
Husten, Atembeschwerden, Handgelenksbeschwerden, chronsichen Lungenproblemen, Immunsystemstärkung, Schleim auflösen, schwachem Kreislauf
Kommentar:
Dieser Punkt wird in der TCM zur Tonisiserung des Lungen-Qi eingesetzt werden, aber auch des Thorax-Qi. Dies ist das Qi von Herz und Lunge. Wenn jemand kalte Hände hat und eine schwache Stimme, so erkennt man daran die Schwäche dieses Qi und kann dann mit den beiden Punkten Lu09 und KG17 diese wieder kräftigen.
Da an der Pulstaststelle auch als Zusammenflusspunkt aller Blutgefäße gesehen wird, hat der Punkt Lu09 eine besondere Wirkung auf alle Blutgefäße und wird deshalb als Meisterpunkt der Blutgefäße bezeichnet.
Lu 07 „Unterbrochene Reihenfolge"- Lieque
Außerordentlich wichtiger Lungenpunkt in der TCM
• Lage:
Auf der Speiche, 2 Querfinger oberhalb der Beugefalte
• Traditionell zugeordnet:
Schulterschmerzen, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Asthma, Bronchitis, Nackenkopfschmerz, Blasenproblemen, versopfter Nase
Kommentar:
Dieser Punkt wird in der TCM zur Eliminierung von pathogenen Faktoren verwendet, wie Wind-Kälte oder Wind-Hitze. Der Punkt verteilt das Lungen-Qi und senkt es ab.
Der Punkt wird vor allem im Anfangsstadium einer Erkältung verwendet, da er die Poren der Haut öffnet und so das Schwitzen erleichtert. Damit kann der pathogene Faktor, egal ob Kälte oder Hitze, ausgeleitet werden. Die Symptome in dem Stadium sind, Niesen, steifer Nacken, Kopfschmerzen und eine generelle Abneigung gegen Kälte.
In dem Falle wird der Lu07 Punkt mit dem Di04 Punkt gemeinsam verwendet.
Die Nase ist das Sinnesorgan der Lunge und daher wird dieser Punkt gerne bei verstopfter oder rinnender Nase verwendet. In diesem Falle immer gemeinsam mit dem Di20 Punkt.
Lu07 ist ein außerordentlich gut wirksamer Punkt mit Wirkung auf Gesicht und Schädel. Er kann daher mit anderen Punkten kombiniert werden, wenn dei Problematik in dem Bereich liegt. Er wird die Wirkung genau dorthin lenken.
Auch auf der psychsichen Ebene kann der Punkt viel gutes bewirken. Vor allem wirkt er bei Sorge, Kummer oder Traurigkeit. Die Aktivierung von Lu07 kann still leidende Menschen zum Weinen bewegen, welches heilend wirkt.
KG 4 „Tor des Ursprungs-Qi“ - Guanyuan
Alarmpunkt des Dünndarms
• Lage:
4 Querfinger (3 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit
Kommentar:
Dies ist der mächtigste Punkt um Qi und Blut zu tonisieren und Körper und Seele zu stärken. Er stärkt die Niere und damit das Ursprungs-Qi. Somit ist er ein wichtiger Punkt, um die allgemeine Vitalität zu steigern und bei chronischen Krankheiten.
KG 4 hat eine erdende Wirkung auf den Geist des Menschen, in dem er uns eine Mitte bietet, in der wir uns sammeln und zur Ruhe kommen können.
KG 5 „Steintor“ - Shimen
Alarmpunkt des 3fach Erwärmers
• Lage:
3 Querfinger (2 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit
Kommentar:
Die Wirkung der Punkte KG 4,5,6 sind ähnlich und deshalb haben wir sie zusammengefasst.
Wenn wir den Punkt KG 5 genauer betrachten, so hat er eine spezielle Wirkung auf den 3fach Erwärmer. Er stärkt ebenfalls, wie KG 4, das Ursprungs-Qi. Allerdings mehr dadurch, dass er die "3 Brennkammern des Körpers" besser koordiniert.
Die Aufgabe des 3fach Erwärmers ist es, die Aufnahme, Transformation und die Auscheidung im Körper zu regulieren. Je besser dies funktioniert, umso vitaler ist der gesamte Körper.
KG 6 „Meer des Qi“ - Qihai
Kräftigungspunkt des Körpers - das Meer der Energie!
• Lage:
2 Querfinger (1,5 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit, physicher und psychischer Erschöpfung
Kommentar:
Die Wirkung der Punkt überschneiden sich und können dennoch sehr differenziert sein. Während KG 6 mehr das Qi stärkt, stärkt KG 4 mehr das Blut. Das ist dadurch zu erklären, dass KG 4 auf dem Dünndarm wirkt und dieser an der Blutproduktion beteiligt ist.
Weiters bewegt KG 6 das Qi, währende KG 4 keinen Qi bewegende Einfluss hat, obwohl beide das Qi stärken.
KG 6 wirkt auf alle Bauchorgane, während KG 4 mehr auf die Gebärmutter einen Einfluss hat.
KG 6 stärkt zusätlich die Milz, während KG 4 die Nieren stärkt.
Ma 36 „Drei Meilen des Fußes" - Zusanli
Wichtigster Punkt des Magenmeridians zur Stärkung der Verdauung
• Lage:
4 Querfinger (3 cun) unterhalb der Unterkante der Patellakante (Kniescheibe) auf dem Tibialismuskel
• Traditionell zugeordnet:
Verdauungsschwäche, Völlegefühl, Verstopfung, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, unscharfem Sehen
Kommentar:
Dieser Punkt ist in der TCM ein herausragender Punkt, weil er das Nach-Himmels-Qi stärkt. Gemeint ist damit, dass er Magen und Milz stärkt, also jene Organe, die für unsere Energieaufnahme durch die Nahrung verantwortlich sind.
Ma36 ist ein allgemeiner Tonisierungspunkt für den gesamten Körper, aber auch für die Psyche und wird bei allen Symptomen von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche eingesetzt.
Gemeinsam mit MP06, Le03 und Di04 gehört er zu den berühmtesten und am häufigsten verwendeten Punkten in der Chinesischen Medizin.

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.
Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.
Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.
Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.
Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.
Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.
Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.
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