Blasenentzündung aus Sicht der chinesischen Medizin

...vier Akupunkturpunkte die deine Blasenentzündung bekämpfen

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Akupunkturpunkte

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AkuPen
Qi Gong

Wolfgangs Qi Gong Tipps

Wolfgang zeigt dir das Mini Qi Gong Programm bestehend aus acht Übungen:
Qi wecken mit Kopfdrehung
Herz Öffnen
Himmel stützen
Bogenschütze
Niere stärken
Leber reinigen
Schattenboxen
Yin Yang Kreise
Qi Gong Übungen
gegen Stress
In diesem Video lernst du Spezielle Qi Gong Übungen die dir helfen mehr in deine Mitte zu kommen. Mit der Mitte des Menschen ist sprichwörtlich die Mitte gemeint, genauer gesagt die anatomische Mitte. Diese befindet sich eine handbreit unter dem Bauchnabel und heißt im Qi Gong "Dantien".

Immer wenn wir es schaffen uns in diesem Punkt zu zentrieren, dann kommt es automatisch zu einer Beruhigung des ganzen Körpers und Nervensystems, welche faszinierend und schwer zu erklären ist. Eine Erklärung wäre, dass die Energie aus dem Kopfbereich nach unten verlagert wird und dadurch Gedanken zur Ruhe kommen.
Und bekanntlich entsteht Stress ja zu einem großem Teil im Kopf.

Die 8 gezeigten Übungen helfen dir dabei, Stress abzubauen, egal ob er sich körperlich oder psychisch zeigt. Es braucht nur die regelmäßige Anwendung der gezeigten Übungen.
Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Blasenentzündung

 

Eine Blasenentzündung entsteht durch Unterkühlung oder eine bakterielle Infektion. Dabei kann man sich diese Bakterien von außen einfangen, z.b. in Schwimmbädern oder in einem Whirlpool. Aber auch aus dem Darm können Bakterien, vor allem bei Frauen, ins Scheidenmilieu eintreten.

Weitere Ursachen sind eine andauernde unvollständige Harnentleerung oder nach einer Operation.

Frauen sind von diesem Leiden häufiger betroffen als Männer, da sie eine kürzere Harnröhre haben. Dadurch können Keime leichter von außen in die Blase eindringen.

 

Als Symptome einer Blasenentzündung können ein brennender und stechender Schmerz beim Wasserlassen genannt werden. Gleichzeitig kommt es zu häufigem Harndrang mit wenig Harnentleerung. Es kommt zu einer trüben Verfärbung des Urins, der in manchen Fällen auch blutig sein kann.

Auch krampfartige Schmerzen im Unterleib, Fieber mit Schüttefrost und Kopf- und Gliederschmerzen zählen zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung.

Eine Blasenentzündung kann auch chronisch werden, dann treten die Symptome in abgeschwächter Form auf, sind dann aber latent mehr oder weniger immer vorhanden.

 

Das Wichtigste bei einer Blasenentzündung ist das Trinken von viel Flüssigkeit um die Keime aus der Blase zu spülen. Hierzu gibt es spezielle Blasentees.

 

Aus Sicht der TCM haben wir es bei einer Blasenentzündung mit den klimatischen Faktoren Nässe, Kälte und Hitze zu tun. Gleichzeitig ist die Nierenenergie geschwächt. Die Nieren und Blasenenergie hängen eng zusammen. Die Blase wird von der Niere versorgt.

So kann eine generelle konstitutionelle Schwäche vorliegen, die diese Problematik immer wieder begünstigt. Ernährungsfehler mit zu viel kühlenden Nahrungsmitteln können ebenfalls eine Blasenentzündung hervorrufen.

 

Aber auch seelische Konflikte sind hier als Ursache zu nennen. Überlastung, unverarbeitete Konflikte und ständige Probleme sollten an dieser Stelle auch nicht als Ursachen vergessen werden.

 

Die TCM geht auch auf diese Konflikte ein, denn die Akupunkturpunkte aber auch Qi Gong wirken sowohl auf der physischen wie auch der psychischen Ebene. Genau so gut können hier Meditationen wirken, welche das Nervensystem beruhigen.

 

Tipp:

 

  • Einen Tag lang ausschließlich Wassermelonen essen. Alle 15 Minuten ein paar dünne Scheiben davon essen. Diese wirken zum einen kühlend und zum anderen harntreibend.
  • das Gleiche kann man auch mit Birnen erreichen. Alle 15 Minuten macht man 2 Bissen von einer Birne, da diese ebenfalls stark harntreibend sind.
  • Preiselbeersaft trinken
  • Trinke jeden Tag 2 Tassen Brennnessel- und Hagebuttentee im Wechsel. Diese wirken entzündungshemmend und harntreibend.
Akupen

MP 06 „Treffpunkt der 3 Yin“ - Sanyinjiao

Einer der wichtigsten Akupunkturpunkte, der die Milz stärkt

 

Lage:

4 Querfinger oberhalb der Spitze des inneren Fußknöchels (malleolus internus)

 

Traditionell zugeordnet:

 Appetitverlust, Müdigkeit, Durchfall, Schwächegefühl in den unteren Extremitäten, Regelstörungen, bei ausbleibender Regel, gestörte Libido

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird in der chinesichen Medizin eingesetzt um die Milzenergie zu tonisieren. Dabei wird häufig die Kombinatin mit dem Punkt Ma36 verwendet. Aufgrund unserer Ernährung leiden viele unter einem MIlz-Qi Mangel, welcher sich in Süßgelüsten, Müdigkeit nach dem Mittagessen, allgemeiner Abgeschlagenheit und weichen Stühlen manifestiert. Dieser Punkt ist also sehr wichtig für uns.

 

Ein weiterer Wirkungsbereich dieses Punktes ist das er Feuchtigkeit aus dem unteren der 3Erwärmer entfernt. Somit hat er auch eine spezifische Wirkung auf die Harnwege und wird hier bei Miktionsstörungen, Dysurie (Schmerzen beim Wasserlassen) und trübem Harn eingesetzt.

 

MP6 ist auch ein wichtiger Punkt um Blut und Yin zu stärken und wird deshalb bei Blutmangel und Yin-Mangel eingesetzt.

 

MP6 ist auch einer der Hauptpunkte bei jeglichen gynäkologischen Problemen, da er den Uterus und die Menstruation reguliert und Schmerzen auflöst.

 

Auch auf der psychsichen Ebene hat der Punkt einiges zu bieten. So hat er eine stark beruhigende Wirkung auf den Geist und wird deshalb bei Schlafstörungen eingesetzt. Aufgrund seiner Wirkung auf die Leberenergie wirkt er auch bei Reizarkeit sehr gut.

 

Bl 60  „Kunlun Berge“ - Kunlun

Meisterpunkt bei Rückenschmerzen

 

Lage:

Auf der horizontalen Linie in der Mitte zwischen dem äußeren Knöchel (malleolus externus) und der Achillessehne

 

Traditionell zugeordnet:

Allen Arten von Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterproblemen, Kopfschmerzen, Schwindel, Dysmenorrhö mit dunklem, klumpigen Blut

 

Kommentar:

Ein sehr wichtiger Punkt mit breiten Wirkspektrum. Er ist ein wichtiger Fernpunkt bei Rückenschmerzen. Er ist bei chronischen Rückenschmerzen empfehlenswert. Bei akuten Rückenschmerzen wird hingegen Bl40 eingesetzt.

 

Bl60 hat noch eine zusätzliche Wirkung auf den Bereich Schulter und Nacken und entspannt als Fernpunkt diese Zone sehr gut.

 

Er hat auch eine Hitzeausleitende Funktion im Bereich der Blase, gleich wei Bl40. Deshalb wird er eingesetzt bei Brennen beim Harnlassen.

 

KG 12 „Sammlungspunkt des Magens“ - Zhongwan

Alarmpunkt des Magens

 

Lage:

6 Querfinger (4 cun) oberhalb des Nabels. In der Mitte der Strecke zwischen Nabel und Brustbeinspitze.

 

Traditionell zugeordnet:

Völlegefühl im Magen, Saures Aufstoßen, Appetitverlust

 

Kommentar:

Da es sich bei diesem Punkt um einen sogenannten Alarmpunkt handelt, ist er für die Diagnose recht wichtig. Ist er schmerzhaft geht man von einer Beteiligung des Magens aus. Zudem ist es auch der Alarmpunkt des mittleren Erwärmers. Es gibt ja eine oberen, mittleren und einen unter 3fach Erwärmer

 

3E 05 „Äußeres Tor“ - Waiguan

Wirksamer Punkt zur Behandlung der Ohren

 

Lage:

In der Mitte des Unterarms, auf der Außenseite, 3 Querfinger hinter der Handgelenksfalte zwischen Radius und Ulna

 

Traditionell zugeordnet:

Kopfschmerzen, Tinnitus, Halsschmerzen, Schmerzen an Ellbogen und Oberarm, Nackenschmerzen, grippalen Infekten, Migräne

 

Kommentar:

Dieser Punktwird eingesetzt um Wind-Hitze auszuleiten bei Fieber, Halsschmerzen und leichtem Schwitzen. Vor allem auch dann wenn der pathogene Faktor zwischen Oberfläche und Körperinnerem steckt. Symptome sind dann Schüttelfrost und Fieber, welche sich abwechseln, Reizbarkeit, Schmerzen im Oberbauch, bitterer Mundgeschmack.

 

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet dieses Punktes ist beim schmerzhaften Obstruktionssyndrom von Arm, Schulter und Nacken.

 

Er ist auch ein wichtiger Fernpunkt bei Behandlung von Migräne, die sich im Schläfenbereich zeigt.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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Qi Gong

 

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