Bandscheibenprobleme aus Sicht der chinesischen Medizin
... vier Akupunkturpunkte bei Rückenschmerzen

Wolfgangs Qi Gong Tipps
Qi wecken mit Kopfdrehung
Himmel stützen
Himmel und Erde verbinden
Regenbogen schwenken
Vollmond anschauen
Niere stärken
Körperwelle
Kleiner Energiekreislauf
Dieses Qi Gong Programm besteht aus 8 Übungen, die darauf abzielen den gesamten Rücken zu stärken. Man kann Qi Gong ganz allgemein als ein perfektes Rückentraining bezeichnen. Der Grund ist einfach. Qi Gong Übungen werden stehend oder sitzend ausgeführt. Beides Positionen, welche wir auch oft im Alltag einnehmen.
Qi Gong lehrt wie man mühelos und ohne Anstrengung steht und sitzt, mit einer gerade aufgerichteten Wirbelsäule. Denn der Mensch ist "zwischen Himmel und Erde augespannt", wie man im Qi Gong sagt. Die Energie fließt besser, wenn unsere Haltung gut ausgerichtet ist. Alle Übungen haben unterschiedliche Funktionen.
Alles zusammen geben sie der Wirbelsäule die Möglichkeit sich besser auszurichten.
Dadurch können sich Nackenverspannungen und Kreuzschmerzen endlich auflösen.

TCM Hintergrundinformationen

Le 03 „Großes Treffen“ - Taichong
Quellpunkt des Lebermeridians, wichtigster Punkt auf dem Lebermeridian
• Lage:
auf dem Fußrücken zwischen 1. Und 2. Zeh, am Ende der „Rinne“
• Traditionell zugeordnet:
Migräne mit Lichtempfindlichkeit, Menstruationsprobleme, Übelkeit, Unterleibsschmerzen, allgemein Spannung lösend, Verstopfung
Kommentar:
Dies ist ein wichtiger Punkt zur Beseitigung von Fülle in der Leber, er ist etwas milder in der Wirkung als Le02.
Er hat eine spezielle Wirkung bei Krämpfen und verstärkter Muskelkontraktion.
Er hat eine tiefgreifende und beruhigende Wirkung auf die Psyche und ist bei sehr angespannten, ungeduldigen und gestressten Menschen ein wichtiger Punkt. Diese Funktion fehlt dem Punkt Le 02. Dazu wird der Punkt gern mit Di4 zusammen eingesetzt. Zusammen gehören sie zu den wichtigsten Akupunkturpunkten und werden die "Vier Pforten" genannt.
Gb 34 „Quelle am Yang-Hügel“ - Yanglingquan
Meisterpunkt der Muskulatur
• Lage:
In dem Grübchen vor und unter dem Fibulaköpfchen
• Traditionell zugeordnet:
Übelkeit, Brechreiz, Obstipation (Verstopfung), Völlegefühl, Druck in Brust und Flanken, Knie- und Hüftproblemen, Halbseitenkopfschmerz, Migräne
Kommentar:
Bei GB 34 handelt es sich um eine ganz wichtigen Akupunkturpunkt. Er hat vor allem eine befreiende Wirkung auf den Leber-Qi Fluss und hilft somit bei der häufig anzutreffenden Leber-Qi-Stagnation.
Je nachdem wo der Stau ist, kann er mit anderen Punkten kombiniert werden.
Ist der Stau im Oberbauch nimmt man KG 12 dazu. Wenn der Stau sich eher im Unterbauch manifestiert, nimmt man KG 6 dazu.
Er ist auch ein sogenannter Meisterpunkt und zwar für die Muskulatur. Immer wenn es zu Spasmen oder anderen Spannungen in der Muskulatur kommt, ist dieser Punkt hilfreich.
Bl 60 „Kunlun Berge“ - Kunlun
Meisterpunkt bei Rückenschmerzen
• Lage:
Auf der horizontalen Linie in der Mitte zwischen dem äußeren Knöchel (malleolus externus) und der Achillessehne
• Traditionell zugeordnet:
Allen Arten von Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterproblemen, Kopfschmerzen, Schwindel, Dysmenorrhö mit dunklem, klumpigen Blut
Kommentar:
Ein sehr wichtiger Punkt mit breiten Wirkspektrum. Er ist ein wichtiger Fernpunkt bei Rückenschmerzen. Er ist bei chronischen Rückenschmerzen empfehlenswert. Bei akuten Rückenschmerzen wird hingegen Bl40 eingesetzt.
Bl60 hat noch eine zusätzliche Wirkung auf den Bereich Schulter und Nacken und entspannt als Fernpunkt diese Zone sehr gut.
Er hat auch eine Hitzeausleitende Funktion im Bereich der Blase, gleich wei Bl40. Deshalb wird er eingesetzt bei Brennen beim Harnlassen.
KG 4 „Tor des Ursprungs-Qi“ - Guanyuan
Alarmpunkt des Dünndarms
• Lage:
4 Querfinger (3 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit
Kommentar:
Dies ist der mächtigste Punkt um Qi und Blut zu tonisieren und Körper und Seele zu stärken. Er stärkt die Niere und damit das Ursprungs-Qi. Somit ist er ein wichtiger Punkt, um die allgemeine Vitalität zu steigern und bei chronischen Krankheiten.
KG 4 hat eine erdende Wirkung auf den Geist des Menschen, in dem er uns eine Mitte bietet, in der wir uns sammeln und zur Ruhe kommen können.
KG 5 „Steintor“ - Shimen
Alarmpunkt des 3fach Erwärmers
• Lage:
3 Querfinger (2 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit
Kommentar:
Die Wirkung der Punkte KG 4,5,6 sind ähnlich und deshalb haben wir sie zusammengefasst.
Wenn wir den Punkt KG 5 genauer betrachten, so hat er eine spezielle Wirkung auf den 3fach Erwärmer. Er stärkt ebenfalls, wie KG 4, das Ursprungs-Qi. Allerdings mehr dadurch, dass er die "3 Brennkammern des Körpers" besser koordiniert.
Die Aufgabe des 3fach Erwärmers ist es, die Aufnahme, Transformation und die Auscheidung im Körper zu regulieren. Je besser dies funktioniert, umso vitaler ist der gesamte Körper.
KG 6 „Meer des Qi“ - Qihai
Kräftigungspunkt des Körpers - das Meer der Energie!
• Lage:
2 Querfinger (1,5 cun) unterhalb des Nabels
• Traditionell zugeordnet:
Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit, physicher und psychischer Erschöpfung
Kommentar:
Die Wirkung der Punkt überschneiden sich und können dennoch sehr differenziert sein. Während KG 6 mehr das Qi stärkt, stärkt KG 4 mehr das Blut. Das ist dadurch zu erklären, dass KG 4 auf dem Dünndarm wirkt und dieser an der Blutproduktion beteiligt ist.
Weiters bewegt KG 6 das Qi, währende KG 4 keinen Qi bewegende Einfluss hat, obwohl beide das Qi stärken.
KG 6 wirkt auf alle Bauchorgane, während KG 4 mehr auf die Gebärmutter einen Einfluss hat.
KG 6 stärkt zusätlich die Milz, während KG 4 die Nieren stärkt.

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.
Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.
Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.
Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.
Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.
Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.
Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.
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