Angst aus Sicht der chinesischen Medizin

... Akupunkturpunkte um Angst zu lindern

Akupressur Qi Gong Info
Akupunkturpunkte

Selbst–Akupressur mit dem Akupen

AkuPen
Qi Gong

Wolfgangs Qi Gong Tipps

Wolfgang zeigt dir das Mini Qi Gong Programm bestehend aus acht Übungen:
Qi wecken
Herz öffnen
Himmel stützen
Qi sammeln
Qi Gong Übungen
für mehr innere Ruhe

Dieses Qi Gong Programm besteht aus lediglich 4 Übungen und stellt damit ein "Mini - Qi Gong Programm dar". Es ist dafür gedacht in einer stressigen Situation eine kurze "Energiepause" zu schaffen. Dafür brauchst du nur wenige Minuten. 


Die erste Übung verbindet dich mit deinem Atem und deinem Körper. Die zweite Übugen hilft dir deinen Atemraum zu vergrößern. Dadurch wird auch dein Atem tiefer und du entspannst automatisch dein Nervensystem. Die dritte Übung gibt dir die Möglichkeit dich in den Raum auszudehnen und innere Stärke zu entwickeln, indem du dir vorstellst den Himmel zu stützen. Eine wahrlich große Aufgabe! Mit der Abschlussübung sammelst du dann noch einmal Energie ein und lädst deinen Akku auf. Somit bist du bereit wieder in den Alltag einzusteigen, mit neuer Kraft und frischer Energie.

Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Angst

 

Wenn wir uns die Emotion Angst aus Sicht der TCM ansehen, dann können wir hier 2 Funktionskreise anführen, die hiervon betroffen sein können. Zum einen handelt es sich um die Nierenenergie. Denn aus Sicht der TCM sitzen in den Nieren unsere Ängste. Angst kann unsere Nierenenergie schwächen.

Umgekehrt kann aber auch eine schwache Nierenenergie dazu führen, dass wir immer ängstlicher werden. Dies kann sich im Extremfall bis zu Panikattacken steigern, sodass wir das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Im Normalfall handelt es sich aber um leichtere Formen von Angst. Angst vor Ablehnung, vor Misserfolg, vor Krankheit oder finanziellen Problemen, sind nur ein paar Beispiele.

 

Ängste schwächen aber neben dem Nieren–Qi auch unser Shen. Shen könnte man in etwa mit Bewusstsein oder Geist übersetzen. Dieses Bewusstsein hat seinen Sitz in unserem Herzen. Ängste bringen damit auch unsere Herzfunktion durcheinander. Wenn wir Angst haben, können wir nicht mehr klar denken, ein Zeichen, dass das Shen beeinträchtigt ist.

 

Unser Selbstakupressurprogramm mit dem Akupen hat deshalb 4 Punkte, die sich genau um diese 2 Organenergien kümmern.

Der Punkt Ni3 ist der Tonisierungspunkt für die Nieren und bewirkt, dass das Nieren-Qi gestärkt wird.

Der Punkt KG 17 wird als das Meer der Ruhe bezeichnet. Ein Punkt der das Herz beruhigt. Genau dieselbe Funktion hat auch der Punkt He 7, das göttliche Tor. Auch er beruhigt unser aufgewühltes Shen und bringt uns wieder zurück zu uns selbst.

 

Der Punkt Pam3 schließlich, beruhigt unser Gehirn, speziell unseren Frontallappen, der für unseren bewussten Geist zuständig ist.

 

Somit hast du ein einfaches und effektives Akupunkturprogramm zum Abbau deiner Ängste.

 

Akupen

Ni 03 „Großer Wildbach“ - Taixi

Quellpunkt des Nierenmeridians, stärkt das Nieren-Yang und Nieren-Yin

 

   Lage:

Auf der Mittellinie der Verbindungslinie zwischen dem Innenknöchel und der Achilles-Sehne. Dort ist auch ein Puls tastbar.

 

Traditionell zugeordnet:

chronische Kreuzschmerzen, Knieproblemen, Kälte im Körper, Miktionsstörungen (Probleme beim Urinieren), Schlafstörungen, Tinnitus, Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau, Libidoverlust, Abgeschlagenheit, Ängsten, unregelmäßige Menstruation, Amenorrhö, Hypermenorrhö

 

KG 17 „Mitte des Brustkorbes“ - Naohu

Meisterpunkt für die Atmung

 

Lage:

In der Mitte des Brustbeins, auf Höhe der Brustwarzen (bei Männern)

 

Traditionell zugeordnet:

Asthma bronchiale, Beklemmung in der Herzgegend, Intercostalneuralgie, Husten, schleimlösend, Stau lösend

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird als Meisterpunkt für die Atmung betrachtet. Gleichzeitig hat er auch einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem und hilft deshalb auch bei Herzproblematiken. Er ist auch der Meisterpunkt für den oberen 3 fach Erwärmer.

 

PaM-3 „Siegelhalle“ - Yintang

Meisterpunkt für Kopfschmerzen und verstopfte Nase

 

Lage:

In der Mitte zwischen den Augenbrauen, an der Nasenwurzel, an ihrer tiefsten Stelle.

 

Traditionell zugeordnet:

Augenkranheiten, verstopfter Nase, Schlaflosigkeit, Kopschmerzen (vor allem im Stirnbereich), Schwindel, Sinusitis,

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird als Meisterpunkt für Kopfsschmerzen und Nase bezeichnet. Zusammen mit Bl 02 hat er eine noch stärkere Wirkung. Er hat aber auch eine stark geistig beruhigende Wirkung.

 

Diesen Punkt bezeichnet man auch als das obere Dantien. Dantien bedeutet soviel wie "Meer der Energie". Das untere Dantien ist der KG 6 Punkt, das mittlere Dantien ist der KG 17 Punkt und das obere ist der PaM-3 Punkt.

 

PaM bedeutet: Punkt ausserhalb der Meridiane. Dies sind Punkte, die aus der jahrtausende alten Überlieferung heraus sehr wirkungsvoll sind, aber eben auf keinem der klassischen Meridian liegen.

 

Es gibt insgesamt 48 socher Extrapunkte, wie sie auch genannt werden.

 

He 07 „Tor des Geistes“ - Shenmen

Dies ist einer der wichtigsten Punkte zur Beeinflussung der Psyche

 

Lage:

Der Punkt liegt vor dem Erbsenbein in einer Vertiefung. Diese liegt an der Seite des kleinen Fingers, auf Höhe der inneren Handgelenksfalte.

 

Traditionell zugeordnet:

Unruhe, Reizbarkeit, Depression, Ängstlichkeit, Apathie, Schlafstörungen, Gedächtnisschwäche, Stimmungsschwankungen, Herzschmerzen

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird vor allem zur Stärkung des Herz-Blutes herangezogen. Deshalb wird er bei allen Blutmangel-Symptomen wie Schlafstörungen, Vergesslichkeit, Ängstlichkeit und Herzklopfen verwendet.

 

Er ist der beste Punkt um den Geist bei Großer Unruhe, Sorgen und Stress zu beruhigen. Diesen Punkt abends im Bett zu halten, ist eine perfekte Möglichkeit die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und anschließend tief und fest zu schlafen.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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