Pu Gong Ying — Löwenzahn

Der Löwenzahn der TCM — klärt Hitze–Toxine und kühlt die Leber

Pu Gong Ying — der Löwenzahn — ist eines der wenigen TCM–Kräuter, das auch in der europäischen Phytotherapie eine lange Tradition hat. In der chinesischen Medizin ist er ein kühlendes Kraftpaket: Er klärt Hitze–Toxine, reduziert Schwellungen und Abszesse und kühlt Leber und Magen — besonders bei Brustentzündungen gilt er als Mittel der ersten Wahl.

Diente de león Taraxaci Herba Pu Gong Ying

Geschmack Amargo
Temperatur Kalt
Meridian Leber, Magen
Pflanzenteil ganzes Kraut
Klasse Mittlere Klasse
Wirkrichtung Hitze klärend

Ayuda con Calor

Pu Gong Ying (Taraxacum mongolicum) ist der chinesische Löwenzahn — ein bescheidenes Kraut mit außergewöhnlicher Heilkraft. Das gesamte Kraut wird verwendet und gilt in der TCM als eines der stärksten Hitze–Toxin–klärenden Mittel. Besonders bei eitrigen Entzündungen der Brust (Mastitis), Hautabszessen und Augenrötung durch Leber–Hitze entfaltet es seine kühlende, entgiftende Wirkung.

Wirkung aus westlicher Sicht

Taraxacum mongolicum enthält Sesquiterpenlactone (Taraxacin), Phenolsäuren, Inulin und Flavonoide. Die moderne Forschung bestätigt ein breites Spektrum biologischer Aktivitäten.

  • Starke antibakterielle Wirkung gegen Staphylococcus aureus und Streptokokken
  • Hepatoprotektive Effekte durch Reduktion von Lebertransaminasen in Studien
  • Diuretische Wirkung vergleichbar mit Furosemid, jedoch kaliumsparend
  • Antitumorale Aktivität durch Induktion der Apoptose in Krebszelllinien
  • Präbiotische Wirkung des Inulins auf die Darmflora dokumentiert
  • Cholagoge Eigenschaften fördern den Gallenfluss

Wirkung aus TCM–Sicht

Pu Gong Ying klärt Hitze–Toxine und reduziert Schwellungen. Es hat eine besondere Affinität zur Brust und zum Magen und ist das wichtigste Einzelkraut bei akuter Mastitis.

  • Klärt Hitze–Toxine bei Abszessen, Furunkeln und eitrigen Entzündungen
  • Reduziert Schwellung und Verhärtung der Brust bei Mastitis
  • Kühlt Leber–Hitze bei geröteten, schmerzenden Augen
  • Klärt Magen–Hitze bei Zahnschmerzen und Mundgeschwüren
  • Fördert die Diurese und leitet Feucht–Hitze über die Blase aus
TCM–Anwendung: Pu Gong Ying

Anwendung & Dosierung

10–30 g im Dekokt (Standarddosis) Frischer Saft: 30–60 ml Äußerlich als Umschlag bei Abszessen und Schwellungen

Darreichungsformen

Dekokt, frischer Saft, äußerlicher Umschlag, Granulat

Dosierung

10–30 g (Dekokt)

Kombinationen & Formeln

Mit Jin Yin Hua und Lian Qiao bei akuten Hitze–Toxin–Syndromen mit Fieber und Schwellung — die drei Kräuter bilden ein starkes entzündungshemmendes Trio. Mit Gua Lou und Lu Lu Tong bei Mastitis und Brustentzündung — Pu Gong Ying klärt die Hitze, während die Partner den Milchfluss regulieren. Mit Ju Hua und Xia Ku Cao bei Leber–Hitze mit geröteten Augen und Kopfschmerzen.

Kontraindikationen & Vorsicht

Nicht anwenden bei Kälte–Syndromen des Magens und der Milz. In hohen Dosen kann Pu Gong Ying bei empfindlichen Patienten Durchfall verursachen. Bei Gallensteinen Vorsicht geboten — die cholagoge Wirkung kann Koliken auslösen. In der Schwangerschaft in hohen Dosen meiden.

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