Die Angst hält dich am Zweig. Doch dein Wesen ist gemacht für den Flug.
🌿 Emotionen sind Energie — und sie wollen fließen
In der TCM sind Körper, Geist und Seele untrennbar miteinander verbunden. Emotionen gelten als natürliche Kräfte — aber sie können auch krank machen, wenn sie über längere Zeit stagnieren, unterdrückt oder übersteigert erlebt werden. Angst und Depression entstehen laut TCM dann, wenn Qi (Lebensenergie) nicht frei fließen kann oder bestimmte Organe energetisch aus dem Gleichgewicht geraten sind.
🫀 Herz — Sitz des Shen (Geist und Bewusstsein)
Das Herz ist in der TCM weit mehr als nur eine Pumpe. Es ist der Sitz des „Shen“, deines Bewusstseins, deiner Präsenz, deiner Lebensfreude.
Ein ausgeglichenes Herz–Qi bringt:
- Lebensfreude
- geistige Klarheit
- ein ruhiges Gemüt
Ist das Herz geschwächt — etwa durch Überarbeitung, Trauer oder
innere Unruhe — zeigen sich oft:
- innere Leere
- Schlafstörungen
- Freudlosigkeit
- Reizbarkeit oder Weinerlichkeit
Herz–Feuer in Balance ist zentral bei Depressionen mit Antriebslosigkeit und emotionaler Erschöpfung.
🌬 Lunge — das Tor zur Trauer
Die Lunge reguliert laut TCM nicht nur die Atmung, sondern auch den Fluss des Qi im gesamten Körper. Sie ist verbunden mit der Emotion Trauer und der Fähigkeit, Dinge loszulassen.
Ein blockiertes Lungen–Qi äußert sich oft durch:
- tief sitzende Traurigkeit
- Atembeschwerden
- Rückzug
- Schwächegefühl
Atemübungen, Akupressur und rhythmische Bewegung können hier helfen, die Energie wieder in Fluss zu bringen.
🌿 Leber — Herrin über den freien Fluss
Die Leber sorgt für den freien Fluss von Qi und Emotionen. In der TCM ist sie eng mit Wut, Frustration und innerer Spannung verbunden. Wenn das Leber–Qi stagniert, kann das zu innerer Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität — oder im Gegenteil —
zu tiefer Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit führen.
Typische Symptome:
- Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
- PMS, Verspannungen, Verdauungsprobleme
- depressive Verstimmungen mit Druckgefühl in Brust oder Bauch
Leber–Qi-Stagnation ist eine der häufigsten Wurzeln emotionaler Beschwerden in der TCM.
🍲 Milz — Zentrum für Verarbeitung und Stabilität
Die Milz ist für das „Verdauen“ nicht nur von Nahrung, sondern auch von Erlebnissen zuständig. Sie gibt dir innere Stabilität und mentale Klarheit.
Ist die Milz geschwächt (oft durch Überdenken, Sorgen, langes Sitzen oder unregelmäßiges Essen), treten häufig auf:
- Antriebslosigkeit
- ständiges Grübeln
- Gefühl von Schwere und Müdigkeit
- Appetitmangel, Heißhunger oder Völlegefühl
Milz–Qi stärken ist essenziell bei Depressionen mit Erschöpfung und mentaler Überforderung.
🧊 Niere — Wurzel der Angst
Die Niere speichert laut TCM unsere Lebensessenz (Jing) und steht für Urvertrauen, Lebenswille und Durchhaltevermögen. Sie ist direkt mit der Angst verbunden — vor allem mit tiefsitzender Existenzangst oder chronischer Unsicherheit.
Eine geschwächte Nierenenergie kann sich zeigen durch:
- Ängste, Panikattacken
- kalte Hände und Füße
- Rückenschmerzen
- Schlafstörungen (v. a. in der zweiten Nachthälfte)
Die Stärkung des Nieren–Yang (Wärme, Zuversicht) ist daher ein wichtiger Schlüssel bei Angstzuständen.
🌞 Was du konkret tun kannst — TCM–Impulse für den Alltag
Am Morgen:
—Sanfte Bewegung (Qi Gong, Meridian–Yoga)
—Warmes Frühstück mit Milz–stärkender Ernährung
—Bewusstes Lichttanken und tiefes Atmen
Im Tagesverlauf:
—Kleine, erreichbare Ziele setzen
—Tee aus Passionsblume oder Melisse
—Kontakt zu unterstützenden Menschen
Am Abend:
—Dankbarkeitsritual
—warme Fußbäder
—Herz– oder Nieren–stärkende Meditationen
✋ Akupressur bei Angst und Depression — 7 bewährte Punkte
In der TCM kann gezielte Akupressur helfen, emotionale Blockaden zu lösen, das Qi wieder in Fluss zu bringen und Körper und Geist zu stabilisieren. Hier findest du sieben besonders wirksame Punkte — jeder ist direkt auf unserer Website detailliert erklärt:
- 📍 Le 03 —„Großes Treffen“ (Tài Chōng)
Löst emotionale Spannungen, beruhigt bei Stress und Gereiztheit - 📍 Ma 36 — „Drei Meilen des Fußes“ (Zusanli)
Stärkt Milz und Magen, hebt Energie und Stimmung bei Erschöpfung - 📍 He 07 — „Tor des Geistes“ (Shenmen)
Hilft bei Unruhe, Ängsten, Schlafstörungen und geistiger Erschöpfung - 📍 LG 20 — „Himmelstor“ (Baihui)
Wirkt stimmungsaufhellend und zentrierend, besonders bei depressiver Leere - 📍 KG 4 — „Tor des Ursprungs-Qi“ (Guanyuan)
Stärkt Nierenenergie, innere Mitte und psychische Stabilität - 📍 KG 6 — „Meer des Qi“ (Qihai)
Fördert Lebensenergie, ideal bei körperlicher und seelischer Schwäche - 📍 KG 12 — „Sammlungspunkt des Magens“ (Zhongwan)
Unterstützt emotionale Verdauung – bei Grübeln, innerer Leere und Völlegefühl
👉 Anwendung: 1–2 Minuten sanft massieren, mit ruhiger Atmung — besonders morgens oder abends sehr wirkungsvoll.
🚨 Bitte beachte, dass die Anwendung von Akupressur und Kräutern im Rahmen der TCM eine unterstützende Maßnahme ist und nicht den Besuch bei einem Facharzt oder Therapeuten ersetzt. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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🚨 Wichtig: Depression ist kein Zeichen von Schwäche
In der TCM ist die Traurigkeit eine Wandlungsphase — kein Zustand für immer.
Doch wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht mehr weiterkommst, hole dir bitte Unterstützung. Eine ärztliche oder therapeutische Begleitung ist kein Widerspruch zur TCM — sondern eine wertvolle Ergänzung.
✨ Fazit
Angst und Depressionen entstehen in der TCM durch energetische Blockaden, Erschöpfung oder Übermaß in bestimmten Organfunktionen.
Die gute Nachricht: Dein System ist darauf ausgelegt, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Du brauchst Geduld, Selbstmitgefühl — und manchmal den Mut,
Hilfe anzunehmen.
Denn wie es so schön heißt:
„Die Angst hält dich am Zweig. Doch dein Wesen ist gemacht für den Flug.“
Wenn das Herz traurig ist, wird die Welt grau. Doch in dir glimmt ein Licht, das nur darauf wartet, wieder zu leuchten.
Autor: Unbekannt
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