Durchblutungsstörung aus Sicht der chinesischen Medizin

... Akupunkturpunkte gegen Durchblutungsstörung

Akupressur Qi Gong Info
Akupunkturpunkte

Selbst–Akupressur mit dem Akupen

AkuPen
Qi Gong

Wolfgangs Qi Gong Tipps

Wolfgang zeigt dir das Mini Qi Gong Programm bestehend aus acht Übungen:
Qi wecken
Himmel stützen
Himmel und Erde verbinden
Vollmond anschauen
Bogenschütze
Qi sammeln
Qi Gong Übungen
für eine bessere Durchblutung

Dieses Qi Gong Programm besteht aus 6 Übungen, die die Durchblutung des gesamten Körpers verbessern. Durch Qi Gong kommt es im Körper bei jeder einzelnen Bewegung zu einer Streckung und einer darauffolgenden Entspannung von Muskeln. Dies kann man mit einer Pumpe vergleichen. Muskeln spannen sich und entspannen sich im Atemrhythmus.


Die Blutgefäße in den Muskeln bleiben von dieser Pulsation natürlich nicht ausgenommen und werden ebenfalls gestreckt und wieder entspannt. Dies hält die Gefäße geschmeidig, vorausgesetzt sie werden nicht durch schlechte Ernährungsgewohnheiten von Plaques befallen. Die Veneneklappen bleiben gesund und dadurch hat das Herz weniger Arbeit das Blut durch den Körper zu bewegen. Denn starre Blutgefäße sind nicht nur ein Problem für das Herz, sondern auch der Auslöser von vielen anderen Problemen. 


Du spürst die bessere Blutversorgung nach wenigen Minuten Qi Gong üben, wenn dir warm wird und du leicht zu schitzen beginnst.

Hintergrundinformationen

TCM Hintergrundinformationen

Durchblutungsstörung

 

Viele Menschen leiden unter kalten Händen und Füßen. Sie frieren sehr schnell, aber das ist aus schulmedizinischer Sicht noch kein Problem. Erst wenn es wirklich unangenehm wird, kann es sich im schlimmsten Falle auch um Morbus Raynaud handeln, einer krankhaften Verengung der Blutgefäße. Wenn eine Durchblutungsstörung diagnostiziert wird, hat die TCM eine eigene Sichtweise darauf. Wenn die Kälte im Körper zu stark wird, verlangsamen sich die physiologischen Abläufe. Durch die Kraft der Kälte fließen Energie und Blut verlangsamt. Es kommt zu Blockaden. Solche Blockaden können bewirken, dass sich die Sehnen und Muskeln verkrampfen. Darüber hinaus können die Gelenke steif werden.

 

Aus Sicht der TCM existieren im menschlichen Körper in der Regel zwei verschiedene Energietypen: nämlich die Yin- und Yang-Energie. Diese beiden Energien sollten in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander sein, um sich gegenseitig auszugleichen und einen ungestörten Energiefluss (Qi) zu gewährleisten. Wenn die Yin-Energie im Körper überwiegt, dann wirkt sich das in Form von Kälte aus. Das Yang, also das wärmende Prinzip im Körper ist zu schwach geworden.

 

Bei Kälteproblematiken unterscheidet man zwischen innerer und äußerer Kälte.

 

Äußere Kälte kann z.B. aus der Natur oder unserer Umgebung auf uns einwirken. Speziell in Kombination mit Wind ist das sehr problematisch für unser Energiesystem. Denn Wind öffnet unsere Poren und hilft dabei, dass die Kälte sich noch tiefer in unserem Körper einnisten kann. Die Nierenenergie wird dabei speziell geschwächt und es kann zu Schmerzen im Lendenbereich und allgemeiner Schwäche kommen. Die Chinesen fürchten nichts so sehr wie den Wind, da dieser Kälte tief in den Körper hineintransportieren kann.

 

Innere Kälte kann aber auch entstehen, wenn wir viel kühlende Nahrungsmittel zu uns nehmen. Nahrungsmittel haben eine thermische Wirkung auf den Körper. Das sagt uns auch unser gesunder Hausverstand. Jeder weiß, dass Zimt, Chili und Ingwer wärmend sind. Topfen, Gurken und Joghurt hingegen kühlen uns im Sommer wunderbar ab. Das machen sie allerdings auch im Winter und da können wir dies eigentlich nicht gebrauchen.

 

Wenn man sich nun mit Nahrungsmitteln wie Joghurt, Topfen, Gurken, Tomaten, Soja, Mineralwasser, Eis und Tiefkühlkost ernährt, kann man innere Kälte erzeugen und diese blockiert dann die Qi-Zirkulation und kann so kalte Hände und Füße verursachen.

 

Nach der chinesischen Lebensphilosophie ist der ideale Zustand der Gesundheit gegeben, wenn sich Yin und Yang in einem harmonischen Verhältnis befinden - ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang. Wenn dieses Gleichgewicht zwischen Yin und Yang nicht stimmt kommt es zu  Störungen. Wenn die Yang-Energie im Körper zu schwach ist wird die Yin-Energie zu stark, und es überwiegt Kälte im Körper.

 

Deshalb versucht die TCM immer wieder dieses fließende Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herzustellen. Dazu muss man sich aber auch immer selbst an die Jahreszeiten und Witterungsbedingungen anpassen. D.h. im Winter mehr wärmende Nahrungsmittel und Kräuter zu sich nehmen.

 

 

Wärmende Kräuter wären:

 

  • Zimt
  • Nelken
  • Sternanis
  • Anis
  • Ingwer
  • Fenchel
  • Rosmarin

 

 

Wärmende Nahrungsmittel:

 

  • Rindfleisch
  • Wild
  • Kürbis
  • Fenchel
  • Karotten
  • Lauch
  • Geröstete Haferflocken

 

 

Tipp:

 

  • Rindfleischsuppen und Hühnersuppen die lange gekocht (4 Stunden bis 24 Stunden) werden stärken ebenfalls das Yang
  • Trink morgens auf nüchternen Magen 2 Tassen heißes Wasser. Dies führt dem Körper Wärme zu und entgiftet den Körper wie kein anderes Mittel.
  • frühstücke in der kalten Jahreszeit warm, d.h. mit warmem Getreidebrei oder Suppen.

 

Mach dieses Selbstakupressur Programm am besten 1-2 mal täglich.

 

Akupen

Ma 36 „Drei Meilen des Fußes" - Zusanli

Wichtigster Punkt des Magenmeridians zur Stärkung der Verdauung

 

Lage:

4 Querfinger (3 cun) unterhalb der Unterkante der Patellakante (Kniescheibe) auf dem Tibialismuskel

 

Traditionell zugeordnet:

Verdauungsschwäche, Völlegefühl, Verstopfung, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, unscharfem Sehen

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist in der TCM ein herausragender Punkt, weil er das Nach-Himmels-Qi stärkt. Gemeint ist damit, dass er Magen und Milz stärkt, also jene Organe, die für unsere Energieaufnahme durch die Nahrung verantwortlich sind.

 

Ma36 ist ein allgemeiner Tonisierungspunkt für den gesamten Körper, aber auch für die Psyche und wird bei allen Symptomen von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche eingesetzt.

 

Gemeinsam mit MP06, Le03 und Di04 gehört er zu den berühmtesten und am häufigsten verwendeten Punkten in der Chinesischen Medizin.

 

MP 06 „Treffpunkt der 3 Yin“ - Sanyinjiao

Einer der wichtigsten Akupunkturpunkte, der die Milz stärkt

 

Lage:

4 Querfinger oberhalb der Spitze des inneren Fußknöchels (malleolus internus)

 

Traditionell zugeordnet:

 Appetitverlust, Müdigkeit, Durchfall, Schwächegefühl in den unteren Extremitäten, Regelstörungen, bei ausbleibender Regel, gestörte Libido

 

Kommentar:

Dieser Punkt wird in der chinesichen Medizin eingesetzt um die Milzenergie zu tonisieren. Dabei wird häufig die Kombinatin mit dem Punkt Ma36 verwendet. Aufgrund unserer Ernährung leiden viele unter einem MIlz-Qi Mangel, welcher sich in Süßgelüsten, Müdigkeit nach dem Mittagessen, allgemeiner Abgeschlagenheit und weichen Stühlen manifestiert. Dieser Punkt ist also sehr wichtig für uns.

 

Ein weiterer Wirkungsbereich dieses Punktes ist das er Feuchtigkeit aus dem unteren der 3Erwärmer entfernt. Somit hat er auch eine spezifische Wirkung auf die Harnwege und wird hier bei Miktionsstörungen, Dysurie (Schmerzen beim Wasserlassen) und trübem Harn eingesetzt.

 

MP6 ist auch ein wichtiger Punkt um Blut und Yin zu stärken und wird deshalb bei Blutmangel und Yin-Mangel eingesetzt.

 

MP6 ist auch einer der Hauptpunkte bei jeglichen gynäkologischen Problemen, da er den Uterus und die Menstruation reguliert und Schmerzen auflöst.

 

Auch auf der psychsichen Ebene hat der Punkt einiges zu bieten. So hat er eine stark beruhigende Wirkung auf den Geist und wird deshalb bei Schlafstörungen eingesetzt. Aufgrund seiner Wirkung auf die Leberenergie wirkt er auch bei Reizarkeit sehr gut.

 

MP 09 „Yin-Hügel-Quelle“ - Yinlingquan

Hilft bei Bauchschmerzen und Menstruationsbeschwerden

 

Lage:

Am Unterrand des inneren Schienbeinkopfs (condylus medialis der Tibia) in einer Vertiefung, wenn das Kniegebeugt ist.

 

Traditionell zugeordnet:

Kältegefühl im Bauch, Spannungsgefühl unter dem Rippenbogen, Lendenschmerzen, Schmerzen der äußeren Genitale, erschwerte Miktion (Harnlassen), Harnverhalten, trüber Harn, Fluor vaginalis, Diarrhö

 

Kommentar:

Dieser Punkt ist einer der Hauptpunkte auf dem Milzmeridian zur Beseitigung von Feuchtigkeit aus dem unteren 3 Erwärmer. Dabei handelt es sich um Probleme und Beschwerden im Bauch- und Beckenbereich und der Blase.

 

KG 4 „Tor des Ursprungs-Qi“ - Guanyuan

Alarmpunkt des Dünndarms

 

Lage:

4 Querfinger (3 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit

 

Kommentar:

Dies ist der mächtigste Punkt um Qi und Blut zu tonisieren und Körper und Seele zu stärken. Er stärkt die Niere und damit das Ursprungs-Qi. Somit ist er ein wichtiger Punkt, um die allgemeine Vitalität zu steigern und bei chronischen Krankheiten.

 

KG 4 hat eine erdende Wirkung auf den Geist des Menschen, in dem er uns eine Mitte bietet, in der wir uns sammeln und zur Ruhe kommen können.

 

KG 5 „Steintor“ - Shimen

Alarmpunkt des 3fach Erwärmers

 

Lage:

3 Querfinger (2 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit

 

Kommentar:

Die Wirkung der Punkte KG 4,5,6 sind ähnlich und deshalb haben wir sie zusammengefasst.

Wenn wir den Punkt KG 5 genauer betrachten, so hat er eine spezielle Wirkung auf den 3fach Erwärmer. Er stärkt ebenfalls, wie KG 4, das Ursprungs-Qi. Allerdings mehr dadurch, dass er die "3 Brennkammern des Körpers" besser koordiniert.

Die Aufgabe des 3fach Erwärmers ist es, die Aufnahme, Transformation und die Auscheidung im Körper zu regulieren. Je besser dies funktioniert, umso vitaler ist der gesamte Körper.

 

KG 6 „Meer des Qi“ - Qihai

Kräftigungspunkt des Körpers - das Meer der Energie!

 

Lage:

2 Querfinger (1,5 cun) unterhalb des Nabels

 

Traditionell zugeordnet:

Durchfall, Probleme beim Harnlassen, Periodenstörungen, prämenstruelles Syndrom, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Kraftlosigkeit, physicher und psychischer Erschöpfung

 

Kommentar:

Die Wirkung der Punkt überschneiden sich und können dennoch sehr differenziert sein. Während KG 6 mehr das Qi stärkt, stärkt KG 4 mehr das Blut. Das ist dadurch zu erklären, dass KG 4 auf dem Dünndarm wirkt und dieser an der Blutproduktion beteiligt ist.

Weiters bewegt KG 6 das Qi, währende KG 4 keinen Qi bewegende Einfluss hat, obwohl beide das Qi stärken.

KG 6 wirkt auf alle Bauchorgane, während KG 4 mehr auf die Gebärmutter einen Einfluss hat.

KG 6 stärkt zusätlich die Milz, während KG 4 die Nieren stärkt.

 

Hk 06 „Inneres Tor“ - Neiguan

Wichtigster Punkt bei Übelkeit,Reiseübelkeit, Erbrechen und Seekrankheit

 

Lage:

an der Innenseite des Unterarms, 3 Querfinger (2cun) von der Beugefalte, zwischen den Sehnen

 

Traditionell zugeordnet:

Geist beruhigend, Magenprobleme, Reflux, unregelmäßiger oder schmerzhafter Menstruation, abgeklärten! Schmerzen im Brustkorb (Thorax), prämenstruelle Depression, Schlafstörungen

 

Kommentar:

Dies ist einer der wichtigen Punkte in der Akupunktur mit verschiedenen Wirkungen. Zum einen wirkt er auf den Brustkorb und kann deshalb bei Schmerzen und unangenehmen Empfindungen im Brustkorb eingesetzt werden. Diese sollten allerdings immer auch ärztlich abgeklärt werden.

 

Er hat eine stark beruhigende Wirkung auf den Geist und wird deshalb bei allen Zuständen von Angstlichkeit und Unruhe eingesetzt.

 

Besonders wirksam bei Frauen die unter prämenstrueller Depression leiden.

 

Neben seiner Wirkung auf Herz und Leber, wirkt er auch auf den Magen und leitet hier speziell das Qi nach unten, im Falle von "rebellierendem Magen-Qi". Dies ist ein Zustand, bei dem die Magenenergie nicht wie natürlich nach unten fließt, sondern aufgrund eines Staus nach oben steigt und zu Übelkeit und Erbrechen führt.

 

Qi Gong

Das Wort Qi Gong besteht aus 2 Silben — Qi und Gong. Der Chinesische Begriff „Qi“ lässt sich für uns am ehesten durch „Lebensenergie“ übersetzen. Er beinhaltet aber noch mehr als dies. So meint er auch Atem und Luft. In der chinesischen Medizin gilt Qi als die belebende Kraft, die alle Lebewesen durchströmt. Das Qi befindet sich allerdings nicht nur im Körper eines Lebewesens, sondern auch außerhalb. Qi zeigt sich uns auch in der Natur. So werden Tiere, Blumen und Bäume von Qi durchströmt. Qi ist die lebendige Kraft, die allem innewohnt und die Leben erst möglich macht.

 

Die Japaner nennen diese Kraft „Ki“. In Indien wird sie „Prana“ genannt. Gemeint ist immer dasselbe — die allem innewohnende und uns am Leben erhaltende Kraft und Energie. In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit nur dann möglich, wenn das Qi in unserem Körper rein, nicht verschmutzt ist und ungehindert fließen kann.

 

Durch schlechte Lebensgewohnheiten kann es im Laufe der Zeit zu Energieblockaden im Körpersystem kommen und dadurch können sich Krankheiten manifestieren, die physischer oder psychischer Natur sein können. Ganz allgemein können wir sagen, dass ein lebender Mensch Qi im ganzen Körper besitzt.

 

Das Wort „Gong“ bedeutet in etwa „Körperarbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“. Daher heißt Qi Gong „Arbeit mit der Lebensenergie“. Wir lernen, den Fluss und die Verteilung des Qi in unserem Körper durch Bewegung und Konzentration zu verbessern, um unsere Gesundheit zu stärken und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Gleichzeitig lernen wir richtig zu stehen, zwischen Himmel und Erde. Dadurch wird die Haltung maßgeblich verbessert und viele Schmerzen verschwinden von alleine.

 

Qi Gong versteht sich als ein ganzheitliches Heilsystem mit langer Tradition, welches sich bis heute kontinuierlich weiterentwickelt hat. Es umfasst gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegung, Selbstmassage, Atemtechniken und Meditation. Durch diese verschiedenen Übungsmethoden soll Qi im Körper gesammelt und gespeichert werden, wie in einem Reservoir. Ziel ist es das unreine Qi auszuscheiden und frisches reines Qi zu absorbieren.

 

Qi Gong ist kein Arzneimittel, das für eine begrenzte Zeit verordnet wird, sondern vielmehr sollte es täglich praktiziert werden. Dabei genügen 20 Minuten täglichen Übens, um die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden in hohem Masse zu verbessern.

 

Jeder kann Qi Gong üben. Es gibt Übungen für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand. Die Übungen können im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. So können auch körperlich angeschlagene Menschen leicht Qi Gong praktizieren und Ihre Gesundheit auf nachhaltige Weise verbessern.

 

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