Ze Xie — Wasserwegereich

Die Sumpfknolle, die trübe Feuchtigkeit über die Blase ausleitet

Der Orientalische Froschlöffel wächst in sumpfigem Wasser und leitet im Körper genau das aus, was ihn in der Natur umgibt: trübe Feuchtigkeit. Ze Xie ist eines der wichtigsten Diuretika der TCM und unverzichtbarer Bestandteil der berühmten Liù Wèi Dì Huáng Wán.

Waterway area Alismatis Rhizoma 泽泻 Ze Xie

Geschmack Süß, Fade
Temperatur Kalt
Meridian Niere, Blase
Pflanzenteil Knolle
Klasse Obere Klasse
Wirkrichtung Feuchtigkeit lösend

Helps with Humidity

Ze Xie — die Knolle des Orientalischen Froschlöffels (Alisma orientale) — ist eines der wichtigsten Feuchtigkeit–ausleitenden Kräuter der TCM. Sie wächst selbst in sumpfigem Wasser und besitzt die Fähigkeit, pathologische Feuchtigkeit aus dem Körper zu leiten — ein klassisches Beispiel für das Signaturprinzip. In der berühmten Rezeptur Liù Wèi Dì Huáng Wán spielt Ze Xie eine entscheidende Rolle als „Drainagemittel", das die nährende Wirkung von Shú Dì Huáng ausbalanciert und verhindert, dass Feuchtigkeit und trübe Substanzen den unteren Erwärmer blockieren. Ze Xie leitet Feuchtigkeit–Hitze über den Urin aus und klärt gleichzeitig aufsteigendes Nieren–Feuer.

Wirkung aus westlicher Sicht

Alisma orientale enthält Triterpene (Alisol A, B und ihre Acetate), die nachweislich diuretisch, lipidsenkend und hepatoprotektiv wirken. Klinische Studien zeigen eine Senkung von Gesamtcholesterin und Triglyzeriden. Alisol B–23–Acetat hemmt die HMG–CoA–Reduktase ähnlich wie Statine. Nephroprotektive Effekte wurden in Tiermodellen für diabetische Nephropathie nachgewiesen. Neuere Forschung untersucht antiatherosklerotische und antitumorale Eigenschaften der Alisol–Terpene.

Wirkung aus TCM–Sicht

Ze Xie fördert die Diurese und leitet Feuchtigkeit aus — insbesondere aus dem unteren Erwärmer. Sie klärt Feuchtigkeit–Hitze in der Blase bei Dysurie, trübem Urin und Ödemen. Darüber hinaus leitet sie aufsteigendes „Minister–Feuer" (Xiàng Huǒ) der Niere ab, das Schwindel, Tinnitus und Benommenheit verursacht. Bei Wasseransammlungen mit Durchfall durch Milz–Schwäche unterstützt sie die Wasserregulation. In Kombination mit tonisierenden Kräutern verhindert sie die Bildung pathologischer Feuchtigkeit.

Anwendung & Dosierung

Im Dekokt 6–12 g. Salzbehandelt (Yán Zhì) für stärkere Wirkung auf die Niere und Blase. Bei Ödemen und Wasseransammlungen kann die Dosis auf 15 g erhöht werden. Als Granulat–Extrakt (5:1) typischerweise 1–2 g.

Darreichungsformen

Dekokt, Granulat, Tabletten, Pillen

Dosierung

6–12 g (Dekokt)

Kombinationen & Formeln

Mit Fú Líng und Zhū Líng in Wǔ Líng Sǎn bei Wasseransammlungen und Ödemen. Mit Shú Dì Huáng und Shān Zhū Yú in Liù Wèi Dì Huáng Wán zur Nieren–Yin–Tonisierung mit Feuchtigkeit–Drainage. Mit Chē Qián Zǐ bei Feuchtigkeit–Hitze im Blasen–Bereich. Mit Bái Zhú zur Regulierung des Wasserhaushalts bei Milz–Schwäche.

Kontraindikationen & Vorsicht

Nicht bei Nieren–Yang–Mangel mit klarem, reichlichem Urin — Ze Xie würde das Yang weiter schwächen. Vorsicht bei Spermatorrhö durch Nieren–Schwäche. Langzeitanwendung in hoher Dosis kann durch die kalte, ausleitende Natur das Yin und die Körperflüssigkeiten erschöpfen. Nicht bei Dehydration oder Trockenheit.

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